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Automatische Datensicherung
Von Bernhard Heß | 28.November 2011
Nachdem ich in den vergangen Jahren in eher unregelmäßigen Abständen eine Datensicherung auf eine externe Festplatte durchgeführt habe und momentan mit dem täglichen Zuwachs an (teilweise auch sensiblen) Informationen auch die Sorge größer wird, durch technische Ausfälle und Datenverluste zurückgeworfen zu werden, habe ich mich entschlossen, zu einer etwas professionelleren Variante für die Datensicherung überzugehen.
Bislang ruhten die Daten auf einer eigenen Partition der lokalen Festplatte, auf die aus dem Netzwerk von allen Arbeitsplätzen zugegriffen werden konnte. Die Sicherung von Webspace, Datenbanken und stationären Daten erfolgte nur unregelmäßig und durch Anschluss einer externen USB-Festplatte. Geht man von einer Sicherungshäufigkeit der kompletten Daten in einem Intervall von vier Wochen aus, wäre ich im Falle eines kompletten Ausfalls des Hauptrechners im schlimmsten Fall auf einen Monat alte Daten angewiesen – also um Längen zurückgeworfen. Höchte Zeit also, die Datensicherung zu automatisieren und in kürze Intervalle zu takten.
Als zusätzliche Hardware sind nun vorhanden:
- Excito B3 (als Hauptserver)
- Netgear-NAS (Backup-Server)
Das Konzept
Das Excito B3 dient als Hautpserver, hier werden alle Daten abgelegt und es kann von allen PCs via Netzlaufwerk darauf zugegriffen werden. Auf dem als Backup-Server eingerichteten Netgear-NAS werden Backup-Jobs per Rsync eingerichtet, die täglich, wöchentlich und monatlich laufen. Damit kann zu jedem Zeitpunkt auf den Datenbestand vom Vortag, vom Wochenanfang oder vom Monatsanfang zugegriffen werden. Hoffentlich ist das nicht nötig…
Weiterhin werden auf dem Hauptserver Backup-Jobs für den Webspace eingerichtet, die in den regulären Daten platziert werden. Damit werden diese Daten im Nachgang noch zusätzlich zum Backup-Server gesichert. Auf den unterschiedlichen Webspaces werden Tools eingerichtet, die regelmäßig einen Dump der zugehörigen Datenbanken in ein bestimmtes Zielverzeichnis machen. Über die Webspace-Sicherung wandert diese Sicherung dann in meinen Datenbestand.
Mögliche Szenarien
Damit ist vorgesorgt für die folgenden Ausfall-Szenarien:
- PC oder Notebook fallen aus
–> kein Problem, die Daten liegen auf dem Excito
- Excito fällt aus
–> kein Problem, die Datensicherung vom Vortag ist auf dem Netgear-NAS vorhanden
- Netgear-NAS fällt aus
–> kein Problem, ist ja schließlich nur der Backup-Server, zumal ein Totalausfall recht unwahrscheinlich ist, da hier zwei gespiegelte Festplatten verbaut sind. Beim Ausfall einer Partition genügt es, im laufenden Betrieb eine neue Festplatte einzusetzen.
- eine Datenbank ist korrupt
–> kein Problem, Sicherungen sind vorhanden
- Webspace-Daten sind verschwunden
–> kein Problem, Sicherung ist auch hier vorhanden
Die Perfektion dieser Variante für die Datensicherung wäre die regelmäßige Auslagerung der gesicherten Daten an einen anderen Ort. Man könnte Backups auf portable Medien machen und diese an einem anderen Ort aufbewahren. Aber, im Brandfall oder bei einem Erdbeben gibt es sicher wichtigere Dinge, die erledigt werden müssen.
Mein Fazit
Mit diesem Konzept zur Datensicherung ist eine vollautomatisch laufende und verlässliche Variante zur Datensicherung eines kleinen Netzwerkes geschaffen worden, die dazu noch äußerst kostengünstig war.
Die automatisierte Varianten bedarf lediglich der zeitweiligen Kontrolle aller eingerichteten Funktionen, ansonsten läuft das System stabil. Die permament laufenden zusätzlichen Server sorgen dafür, dass unabhängig vom gestarteten Hauptrechner auf die Daten zugegriffen werden kann, weiterhin dazu sind die kleinen Server relativ sparsam im Stromverbrauch.
Für kompetente Hilfe bei der Einrichtung der Hardware und der benötigten Jobs herzlichsten Dank an IT-Diagnostik, meinen lokalen Ansprechpartner für EDV-Konzepte und Sicherheitsfragen!
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