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Besseres Ranking
Von Bernhard Heß | 8.Dezember 2009
Warum eigentlich besseres Ranking?
Jeder Webseitenbetreiber hat das Ziel, dass möglichst viele Besucher seine weltweit publizierten Inhalte sehen. Egal, ob es private Webseiten, Informationsseiten oder transaktionsorientierte Shop- oder Download-Seiten sind.
Es gibt aktuell viele Möglichkeiten, um Besucherströme auf Webseiten zu leiten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit sollen hier die Schaltung von kostenpflichtigen Anzeigen in Suchmaschinen, die Einbindung von Verweisen auf anderen Webseiten über Partnerprogramme, Besuchertauschaktionen oder die Bekanntmachung des online gestellten Angebotes über andere Medien wie Zeitungen, Radio oder Fernsehen.
Der attraktivste Besucher für eine Webseite ist aber der Besucher, der über die organischen Treffer der Suchmaschinen auf die Internetseite gelangt – denn er kostet kein Geld. Somit sind die Besucherströme, die über die natürlichen Suchergebnisse der Suchmaschinen kommen, die begehrtesten.
Da das Verhalten der Nutzer von Suchmaschinen so ist, dass in der Hauptsache nur die Treffer auf der ersten oder zweiten Ergebnisseite – also die Plätze 1 – 20 angeklickt werden, bedeutet das, dass das Ranking der eigenen Begrifflichkeiten in direktdem Verhältnis zum kostenlosen Trafficstrom steht. Ein besseres Ranking bedeutet also zwangsläufig ein Plus an Besuchern, die in Konversionen, also Umsätze gewandelt werden können.
Jede Optimierungsmaßnahme, ob Onpage- oder Offpage dient zur Verbesserung des Rankings und damit zur Steigerung von Traffic und Umsätzen. Es gibt viele Möglichkeiten, um das Ranking zu verbessern, Grundvoraussetzungen sind eine gute Onpage-Struktur und viele Verlinkungen von außen.
Aber Achtung! In den letzen Jahren wandelt sich das Trefferbild bei der größten Suchmaschine. Statt einer klassischen Übersicht mit den 10 relevantesten Urls werden jetzt immer mehr Ergebnisse aus anderen Marketing-Kanälen eingeblendet. Während also früher davon ausgegangen werden konnte, dass die ersten 3 Ergebnisse die höchsten Klickraten haben, werden diese Zahlen heute durch Einblendungen von Bildern, Shopping-Ergebnissen und Musik verwässert.
Universal Search ist der dafür verwendete Begriff und die größte bekannte Suchmaschine blendet für jeden Suchbegriff in den Ergebnissen zum Beispiel Videos aus der eigenen Tochterfirmal YouTube ein, relevante Blogbeiträge aus der Blogosphäre, Shopping-Ergebnisse aus der Produktsuche oder Bilder aus der Bildersuche.
Für den Nutzer bedeutet das einen Mehrwert, die Definition der klassische Suchmaschinenoptimierung muss damit aber überarbeitet werden. Stupider Linkaufbau und das Anreichern von Webseiten mit Keywords reicht hier lange nicht mehr auf, der SEO muss kreativ werden und abschätzen, über welche Marketing-Kanäle er die für das Webprojekt relevante Zielgruppe er am ehesten erreichen kann.
So sollten beispielsweise in einem Onlineshop die Bilder für die Bildersuche optimal aufbereitet werden, eigene Werbevideos können gedreht und auf Youtube eingestellt werden, regelmäßige Pressemitteilung können die Ergebnisse auf Newsseiten beeinflussen oder ein Datenfeed für die Produktsuche kann so aufbereitet werden, dass die Produkte von der Suchmaschine als relevant betrachtet werden und oft eingeblendet werden. Auch die zunehmende Verbreitung von Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Twitter sollte als Marketing-Kanal in Erwägung gezogen werden – denn als Anbieter von Dienstleitungen, Informationen oder Produkten muss man dorthin gehen, wo sich die Zielgruppe tummelt.
Ein besseres Ranking der eigenen Keywords hilft also auf jeden Fall bei der Generierung von Besuchern und Traffic, jedoch ist damit nicht mehr nur die klassische Url gemeint, sondern die Belegung der vorderen Plätze in den Suchmaschinen durch die Präsenz in möglichst vielen einzelnen Marketingkanälen, die sich zusammengefasst als Universal Search präsentieren.
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