Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Content für internationale Websites erstellen und pflegen

Von Bernhard Heß | 29.April 2013

Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag von Christian Arno, Gründer von Lingo24:

Das Internet, moderne Logistiker und internationale Geldtransfersysteme ermöglichen es heute auch kleinen Firmen als Global Player aufzutreten und zu agieren. Der Kern eines internationalen Online-Geschäftes ist eine internationale Website, mit der Sie Ihre (potentiellen) Kunden in aller Welt erreichen. Und ganz wie im heimischen Bereich verbessern Sie Ihre Umsatzchancen auch beim internationalen Online-Marketing, wenn Sie auf Ihrer Website außer Produktinformationen auch andere interessante, aktuelle und vor allem immer wieder neue Inhalte bieten – also Content-Marketing betreiben. Das lässt Besucher wiederkommen, auch solche, die im Moment gerade keinen Bedarf an Ihren Produkten haben. Dabei kommen diese immer wieder in einem positiven Kontext mit Ihrem/n Marken- bzw. Produktnamen in Kontakt, so dass Sie automatisch in der engeren Wahl sind, wenn Bedarf an etwas auftritt, das Sie liefern können.

Auswahl der Sprachen

Die meisten Chancen, Kunden in anderen Ländern zu finden, werden Sie haben, wenn Sie die Interessenten für Ihre Produkte jeweils in ihrer eigenen Sprache ansprechen. Mit einer englischsprachigen Website allein werden Sie wahrscheinlich nicht besonders viel weltweiten Umsatz generieren. Eine Menge Menschen in aller Welt sprechen zwar Englisch, aber die meisten davon bevorzugen es dennoch, Informationen, vor allem komplizierte, in ihrer eigenen Sprache zu erhalten. Und das gilt ganz besonders dann, wenn es darum geht, etwas zu kaufen.
Eine englischsprachige Version ist dennoch ein guter Einstieg und wird in vielen Fällen die erste fremdsprachige Version Ihrer Website sein. Als nächstes sind unsere großen europäischen Nachbarn eine gute Wahl: Frankreich, Italien und Spanien sind große Märkte. Zudem werden Sie leicht Menschen finden, die Ihre Inhalte kompetent in diese Sprachen übersetzen können. Auch die Auswahl an Themen für Ihren Content ist hier recht einfach, denn es gibt viele Dinge, die für Leute in ganz Europa interessant sind. Schließlich sind aber auch Verkäufe in EU-Länder besonders einfach, da es den Binnenmarkt und einheitliche Vorschriften gibt.

Technisches und Organisatorisches

Eine internationale Website, vor allem wenn Sie reichhaltigen Content bieten soll, wird sehr schnell sehr umfangreich. Eine sehr kleine Website können Sie noch pflegen, indem sie den HTML-Code „zu Fuß“ in einem einfachen Texteditor oder mit einem speziellen HTML-Editor erstellen und bearbeiten. Bei einer umfangreichen Website, vor allem auch, wenn mehrere Leute Content erstellen und pflegen sollen, ist dies unpraktikabel. Verwenden Sie daher ein Content Management System (CMS) wie Joomla, WordPress oder Drupal. Wenn ein solches einmal eingerichtet ist, können Inhalte leicht eingegeben und gepflegt werden. So können mehrere Personen – etwa Mitarbeiter mit News und Infos aus ihren jeweiligen Gebieten – als Redakteure am Content mitarbeiten.
Wichtig ist natürlich auch erst einmal, dass Ihre Website gefunden wird. Wenn Sie international agieren, müssen Sie ihre SEO-Aktivitäten diversifizieren: So ist Google zwar in Europa, nicht jedoch überall auf der Welt marktbeherrschend bei den Suchmaschinen. Stellen Sie also fest, welche Suchmaschinen im jeweiligen Zielland wichtig sind und berücksichtigen Sie gegebenenfalls deren Eigenheiten beim SEO.
Ähnlich verhält es sich mit Social Media. Wenn Sie Ihre Website mit Kampagnen in Communities unterstützen wollen, müssen Sie wissen, das Facebook und Twitter nicht überall das Maß aller Dinge sind. Stellen Sie also fest, welche Plattformen im jeweiligen Zielland angesagt sind und fahren Sie Ihre Kampagnen dort.
Wichtig ist auch, dass Sie für jedes Zielland eine Domain mit der örtlichen Top Level Domain als Einstieg anlegen. Suchmaschinen bevorzugen Domains, welche die TLD desjenigen Landes aufweisen, aus dem die Anfrage kommt. Was Sie übrigens nicht zu fürchten brauchen, ist, dass Suchmaschinen wie Google die verschiedenen Übersetzungen ein und desselben Textes als mehrfachen Content behandeln und abstrafen. Suchmaschinen können das zum Einen nicht erkennen, zum anderen wäre es ja auch abwegig, da es zum Wesen des Netzes gehört, dass die gleichen Inhalte in verschiedenen Sprachen angeboten werden.

Inhalte und Kulturelle Unterschiede

Wenn Sie auch Länder in anderen Kulturkreisen ansprechen, müssen Sie sich ein paar Gedanken über Ihre Inhalte machen. Was uns in Europa bewegt, muss nicht unbedingt auch in Asien oder Südamerika interessieren. Das gilt allerdings hauptsächlich für News aus allgemeinen Bereichen wie Popmusik, Kino oder Sport. Bei Fachinformationen ist das anders: Wenn Sie beispielsweise Bergsteigerausrüstung anbieten, wird ein Bericht über eine schwierige Himalaya-Expedition ihre Besucher unabhängig davon interessieren, ob sie aus der Mongolei, Südafrika oder Österreich kommen – ganz besonders, wenn sie daraus lernen können.
Ähnlich verhält es sich mit Ihrer Hauptbotschaft, mit Ihrem Slogan. „Sicher am Seil“ etwa, als Slogan für Bergsteigerausrüstung, wird sich einigermaßen gut in europäische Sprachen übersetzen lassen. Bei Sprachen ganz anderer Kulturkreise ist hier jedoch eine gewisse Umsicht angebracht. Ermächtigen Sie daher Ihre Übersetzer, so frei wie nötig zu übersetzen, notfalls sogar landesspezifische Slogans zu kreieren, die Ihre Botschaft rüberbringen.
Ganz allgemein sollten Sie als Übersetzer jeweils Muttersprachler mit Kenntnissen des aktuellen Zeitgeschmacks im jeweiligen Land einsetzen. Lassen Sie sich von diesen ruhig auch zur Auswahl der Themen beraten. Das mag ein paar Euro kosten, stellt aber sicher, dass Sie mit Ihren Inhalten und der Art, wie sie dargeboten werden, im jeweiligen Land richtig liegen, die Leute damit ansprechen und schließlich mit Ihrem internationalen Content Marketing auch die Ihrem Aufwand entsprechenden Umsätze generieren

Autorenhinweis:

ist Gründer und Geschäftsführer von Lingo24 . Folge Christian auf Twitter unter @l24de.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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