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Geld mit Blogs verdienen

Von Bernhard Heß | 16.September 2011

Der Webmasterfriday ist mittlerweile zur festen Institution geworden, bei der im regelmäßigem wöchentlichen Turnus ein Thema benannt wird, dass von vielen Bloggern aufgegriffen und damit von vielen unterschiedlichen Blickwinkeln aus betrachtet wird. Auf der Homepage werden die gesammelten Artikel gebündelt, man lernt neue Perspektiven kennen und bettet seinen Inhalt in einem thematisch passenden Kontext ein. Zusätzlich erhält man noch einen Startseitenlink vom Webmasterfriday für eine Woche.

Das heute vorgegebene Thema lautet Bloggen als Beruf und regt zur Diskussion darüber an, ob mit der rasanten Verbreitung des Internet und der Bildung immer neuer Nischen ein Wandel vom klassischen fest umrissenen Berufsbild zu neuen Modellen erfolgt.

Geld mit Blogs verdienen

In der Theorie klingt das erstmal ganz einfach:

Die Praxis funktioniert tatsächlich genau so, jedoch sollte man bedenken, dass diesem idealisierten Modell verschiedene Hürden im Wege stehen, die erstmal überwunden werden müssen:

Laufende Kosten

Für das Betreiben eines Blogs im Internet fallen laufende Kosten an, die gedeckt sein müssen. Dabei sind die Hosting-Kosten noch der geringste Teil, vor allem denke ich hier an die Zeit, die für das Erstellen hochwertiger Artikel und interessanter Beiträge aufgewendet werden muss, für die Bekanntmachung des eigenen Blogs über Drittanbieter.

Mitbewerber

Das Internet ist gigantisch groß und zu fast jedem Thema gibt es Mitbewerber. Das Thema „Bloggen als Beruf“ fasse ich an dieser Stelle sehr eng und damit als reine Informationsdienstleistung, hier stehen als die Blogger nicht nur gegen ähnlich geartete Blogs, sondern gegen Shopping- und Download-Angebote, die durch den Verkauf von Produkten, Downloads und Informationen viel Geld verdienen wollen und aus diesem Grund auch viel Geld in die eigene Präsenz im Internet inviestieren.

Natürliche Grenzen

Während die englische Sprache weltweit milliardenfach gesprochen und im Internet hauptsächlich gelesen wird, ist der deutschen Sprache nur ein klitzekleiner Teil vorbehalten.
Studien haben gezeigt, dass jeder 100. Leser auf eine Anzeige im Internet klickt. Mit einem Klickpreis von 30 Cent bekommt man schon eine ansprechende Vergütung für geschaltete Werbung: Mit einem gewünschten monatlichen Verdienst bei Vollerwerb als Blogger von 4.000 Euro (Steuern, Versicherungen, laufende Kosten etc. gehen natürlich noch ab und es bleiben vielleicht noch 1.500 Euro als Nettogewinn übrig.) müsste man somit 1,34 Millionen Leser monatlich auf seine Seiten lotsen.
Ok, übertrieben. Natürlich ist Direktvermarktung ein besserere Weg, als Werbeanzeigen zu schalten, die per Klick vergütet werden. Aber Übertreibung schafft Klarheit und man sieht, dass der Weg zum Vollzeit-Blogger steinig und hart ist. Dementsprechend wenige gibt es, die tatsächlich das Bloggen als einzige Tätigkeit und Vollerwerb betreiben und keine zusätzliche Dienstleistung anbieten oder an einem Produkt beteiligt sind.

Meine Erkenntnis

Um über ein interessantes Thema dauerhaft bloggen zu können und Geld mit Blogs zu verdienen reicht es nicht aus, die Grundlagen anzukratzen, man merkt beim Lesen der Postings, ob fundiertes Wissen die Grundlage für den Beitrag bildet. Daher ist es wohl die sinnvollste, gebräuchlichste und am häuftigsten vorkommende Kombination, wenn ein Blogger über seinen eigenen Tätigkeitsbereich berichtet und in seinem Postings Neuigkeiten und aktuelle Änderungen zu eigenen Thememgebiet verbreitet und den Blog nicht als Vollerwerb betrachet, sondern einfach als zusätzlichen Marketingkanal.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

Topics: Aktuelles | 3 Kommentare »

3 Kommentare to “Geld mit Blogs verdienen”

  1. Torsten meint:
    19.September 2011 at 12:03

    Richtig Geld verdienen mit Blogs werden wahrscheinlich nur die Wenigsten können. Die Artikelqualität kann man natürlich verbessern, wenn man sich ausschließlich mit Blogs beschäftigt und das nicht nur als Nebenjob betreibt.
    Allerdings muss man damit schon „aus mehreren Hochzeiten“ tanzen – sprich ein großes Blogportfolio haben, um wirklich die von Dir angesprochenen 4.000 Euro einzuspielen. Oder eben einen großen Blog mit Millionen Visits. Das dürfte wiederum angesichts der Konkurrenz nicht so einfach sein.

  2. Der Spurenleser meint:
    19.September 2011 at 19:05

    4.000,- pro Monat. Ja, das schaffen sicher nur eine Hand voll Blogger. Um in solche Sphären zu gelangen muss man ein Top-Thema erwischen und gute Platzierungen aufweisen.

    Ich kann von solchen Summen nur träumen. Doch ein Blog – zumindest meiner – ist ja nicht für online Geldverdienen ausgerichtet. Mein Blog zum Beispiel soll als Vermarktungsmaßnahme für meine offline Tätigkeiten wirken.
    So gesehen ist der Blog ein Teil meines Berufs um „Werbung“ zu machen.

  3. Oliver Springer meint:
    10.Oktober 2011 at 12:27

    Die Fixierung auf Klickraten hat hoffentlich bald ein Ende. Das ist ja nicht nur ein Problem für Blogger, sondern auch für große Unternehmen der Medienbranche.

    Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die Klickraten gar nicht so schlecht sind. In meinen Blogs ist die Klickrate zum Glück deutlich besser.

    Die Abzüge scheinen mir viel zu hoch angesetzt. Wer selbstständig als Blogger arbeitet, profitiert nicht nur von geringen Abzügen, sondern kann seinerseits eine Reihe von Kosten bei der Steuer geltend machen.

    Damit möchte ich nicht den Eindruck erwecken, es sei leicht, vom Bloggen zu leben.

    Ich lebe inzwischen im Wesentlichen vom Bloggen. Das meiste Geld kommt dabei noch von bezahlten Blog-Aufträgen auf den Blogs anderer.

    Diese Möglichkeit sollte man unbedingt in Betracht ziehen, wenn man vom Bloggen leben möchte. Im Idealfall hat man trotzdem noch genügend Zeit, eigene Projekte Schritt für Schritt aufzubauen.

    Die größte Schwierigkeit besteht aus meiner Sicht darin, dass man einfach eine gewisse Vorlaufzeit benötigt, bis ein Blog so weit ist, dass sich nennenswerte Einnahmen erzielen lassen. Das ist bei anderen Formen der Selbstständigkeit ja nicht anders.

    Da die laufenden Kosten beim Bloggen allerdings minimal sind, kann man durchaus erst einmal nebenbei bloggen. Gerade bei eigenen Blogs gewinnt man schon einmal Erfahrungen, nicht zuletzt hinsichtlich der eigenen Motivation/des eigenen Durchhaltevermögens.

Kommentare