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Google Produktsuche mit Änderungen

Von Bernhard Heß | 19.Juli 2011

In diesem Sommer scheint Google mehr zu klotzen als zu kleckern. Mit der Einführung des neuen Designs, der gewaltig aufgezogenen Social-Media-Kampagne und gleich zwei Pagerank-Updates im aktuellen Monat wird auch die Google Produktsuche modifiziert. Verschiedene Änderungen sind angekündigt und werden schon ab dem 22. September konsequent durchgesetzt – nicht unbedingt ein guter Zeitpunkt, bedenkt man den Umfang der Änderungen und die Urlaubszeit in den meisten Firmen.

Die offizielle Ankündigung der Änderungen für die Produktsuche ist hier zu finden, es werden die gängigen Argumente gebracht, dass die Nutzerfreundlichkeit und die Ergebnisse vom Google Shopping noch besser werden sollen und deshalb diverse Änderungen notwenig sind.

Zunächst wird bekannt gegeben, dass die Attribute: „menge“, „merkmal“, „hersteller“, „genre“, „sonderposten“, „jahr“, „autor“ und „ausgabe“ zwar weiterhin im Datenfeed angegeben werden können, diese Informationen nicht für die Google Produktsuche verwendet werden. Für ein vergriffenes Produkt muss ab nun das Attribut „nicht auf Lager“ verwendet werden.

Das Attribut „bildlink“ wird ohnehin von fast allen Händlern befüllt – wer kauft schon gerne ein, ohne zu sehen, was er eigentlich kauft… Dieses Attribut wird zum Pflichtfeld in der Google Produktsuche, für weitere Bilder wird das Attribut „zusätzlicher bildlink“ eingeführt. Für die Produktbilder wird eine Bildgröße von mindestens 400 x 400 Pixeln empfohlen, für Produkte, die keine Bildansicht haben, dürfen keine Platzhalter-Bilder angelegt werden.

Um den Status der eigenen Artikel angeben zu können, wird das Attribut „verfügbarkeit“ eingeführt, welches mit vier verschiedenen Werten („auf lager“, „bestellbar“, „nicht auf lager“ und „vorbestellt“) befüllt werden kann.

Für unterschiedliche Produktkateogorien, die in der Taxonomie von Google beschrieben sind ist es nun erforderlich, die Produktkategorie anzugeben, es wird empfohlen, diese für alle Produkte zu hinterlegen.

Gerade für die Sparte  Mode & Bekleidung werden die Anforderungen der Google Produktsuche immer höher. Ab sofort muss nun für sämtliche Bekleidungsartikel das Attribut „marke“ hinterlegt werden, in den USA werden zusätzlich die Informationen „geschlecht“, „altersgruppe“, „größe“ und „farbe“ zum Pflichtfeld – natürlich sind diese Attribute auch für Deutschland verfügbar – zwar keine Pflichtfelder – aber eindeutig für die Erhöhung der Relevanz in den ausgegebenen Ergebnissen geeignet.

Neben weiteren kleinen Änderungen werden ab sofort die Qualitätsstandards stärker in den Vordergrund rücken, so müssen die bereitgestellten Produktdaten eine genaue Beschreibung der Artikel und einen aktuellen Status der Produkte auf der eigenen Webseite enthalten. Bei Verstößen gegen die Standards und Richtlinien der Google Produktsuche werden die Produkte beim Shopping ausgeschlossen bis zur Behebung der festgestellten Mängel.

Zu guter letzt bleibt zur erwähnen, dass die sichtbaren Preise auf der Zielseite mit den Preisen im Datenfeed übereinstimmen müssen, Sonderpreise müssen mit dem Attribut „sonderpreis“ gekennzeichnet werden.

Fazit

Insbesondere im Bereich Mode & Bekleidung werden die angekündigten Änderungen für Aufregung sorgen, nicht nur dass der bis zur Durchsetzung angegebene Zeitraum sehr kurz ist, auch die Kategorisierung wird für einige Händler schwer umzusetzen sein.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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