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hiybbprqag – Bing sucht mit Google

Von Bernhard Heß | 2.Februar 2011

In der Firmenzentrale von Bing muss es derzeit wohl heiß hergehen – Mitarbeiter von Google haben eindeutig nachgewiesen, dass Bing bei bestimmten Treffern die Ergebnisseiten von Google verwendet.

Inzwischen hat Google dazu Stellung genommen und ein Posting veröffentlicht.

Die kleine Zusammenfassung:

Das Wort „torsorophy“ gibt es nicht. Es ist ein Vertipper, ein Kunstwort und wurde wohl desöfteren für „tarsorrhaphy“ – also eine Augenlidverformung eingegeben. Wie es bei Google eben üblich ist, wird zunächst die korrekte Schreibweise über den organischen Ergebnissen ausgegeben, danach werden die Treffer für den Begriff angezeigt. Und genau bei diesem Vertipper fiel einigen Google-Mitarbeitern auf, dass Bing exakt dieselben Ergebnisse zeigt, ohne allerdings darauf hin zu weisen, dass es eine falsche Schreibweise sein könnte. Es wirkt so, als ob die Ergebnisse tatsächlich zu diesem Wort gehören.

Um die Annahme zu stützen, wurde ein Szenario aus 100 Kunstbegriffen geschaffen – zu jedem Begriff wurde ein Ergebnis angezeigt, welches manuell dorthin verschoben wurde und nicht aus dem Algorithmus kam. Die Ergebnisseite war in dem Fall nichts anderes als eine Falle für die Bing-Zentrale.

hiybbprqag – ist einer dieser Begriffe. Und so hat Google noch schnell 20 Mitarbeiter mit PC´s und der Bing-Toolbar ausgestattet und sie auf die Suche nach den 100 Begriffen geschickt. Und schon wenig später wurden die händisch an die Top-Position von Google geschobenen Seiten in den Trefferlisten von Bing angezeigt, womit zweifelsfrei nachgewiesen ist, dass sich Bing auf die Suchergebnisse von Google stützt.

Der absolute Tiefschlag, war es doch immer das große Zugpferd, dass völlig autark eine bessere, weil qualitativ hochwertigere Suche geschaffen wurde. Für die Firmenzentrale bedeutet dass zunächst, dass man Stellung nehmen muss und genau erklärt, wie es dazu kommen konnte und in welchem Umfang die Google-Ergebnisse in die Suche einfließen.

Natürlich hat das Kunstwort „hiybbprqag“ umrahmt von SEO und dem derzeitigen Interesse ein paar Besucher auf unsere Seiten zu locken, also schließe ich mich verschiedensten SEO-Kollegen an und berichte über diesen Faux Pas von Bing.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

Topics: Aktuelles | Kein Kommentar »

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