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Nicolas Steno als Vertriebsmitarbeiter

Von Bernhard Heß | 11.Januar 2012

Das erste Google Doodle des Jahres 2012 wurde heute veröffentlicht und viele Menschen fragen sich, warum plötzlich gestandene Medien über Nicolas Steno berichten und pausenlos neue Artikel, Postings, Kommentare und Updates mit scheinbar gleichem Inhalt die Suchergebnisse verändern.

Wie man mit dem Google Doodle Geld verdienen kannn

Im Mozilla-Browser ist die Startseite von Google aufgrund einer langfristig vereinbarten Zusammenarbeit als Standard-Einstellung definiert, aber auch viele private und kommerzielle Nutzer, die andere Browser verwenden, nutzen die Google-Startseite als Einstieg ins tägliche Surf-Erlebnis. Beim Aufrufen des Internetbrowsers erscheint also am heutigen Tage Millionen von deutschen Nutzern dieses lustige Doodle:

Das aktuelle Nicolaus Steno Doodle

Natürlich sind viele Menschen von dem auf den ersten schnellen und oberflächlichen Blick kaum aussagekräftigen Doodle überrascht und wollen wissen, was für eine Geschichte dahinter steht. Bei dem Klick auf das Doodle wird man direkt in die Suchergebnisse zum dazu passenden Ergebnis verlinkt:

Verlinkung in die Suchergebnisse

Und in der Durchdringung der hier angezeigten Suchergebnisse liegt die große Chance, an diesem Tag eine Menge an Traffic abzustauben, welcher zwar in den seltensten Fällen auf das Angebot der eigenen Webseite zugeschnitten ist, aber aufgrund der möglichen Menge an Besuchern bei eingeblendeten Werbebannern für einige Euro Umsatz sorgen kann. Dazu später mehr Einzelheiten.

Nicolas Steno

Nicolas Steno wurde am 11. Januar 1638 als Niels Stensen in Kopenhagen geboren. Er war Arzt, Naturforscher, Priester und Bischof und wurde nach seinem Leben in der katholischen Kirche selig gesprochen.

Als Sohn eines Goldschmiedes geboren, studierte Nicolas Steno zunächst Medizin an der Universität von Kopenhagen. Er entdeckte den Auführungsgang an der Ohrspeicheldrüse und wurde durch Vorlesungen und anatomische Demonstrationen in ganz Europa berühmt.

Durch die intensive Beschäftigung mit theologischen Fragen durch die beginnende Zersplitterung der reformierten Kirchen konvertierte der lutherisch geborene Nicolas Steno zur katholischen Kirche, vertiefte sein Gebetsleben und erhielt schließlich 1675 die Priesterweihe. Zwei Jahre später erhielt Steno die Bischofsweihe und wurde als Apostolischer Vikar für die verteilten Überreste katholischer Gemeinden im Norden von Deutschland und Skandinavien ausgesandt.

Er forderte von geistlichen Amsträgern eine asketische Lebensführung, die er auch vorlebte und geriet damti in Widerspruch zu der oftmals aus dem Adel stammenden höheren Geistlichkeit. Nach dem öffentlichen Protest gegen die Übernahme eines Bischofssitzes durch Maximilian Heinrich von Bayern, verließ er seine damalige Heimat Münster und ging nach Hamburg um der katholischen Gemeinde zu dienen.

Nachdem er als einfacher ohne bischöfliche Insignien nach Schwerin gerufen wurde, verstarbe Nicolas Steno nach kurzer schwerer krankheit und wurde dreihundert Jahre später, im Jahre 1988 durch Papst Johannes Paus II. selig gesprochen.

Nicolas Steno gilt bis heute als Bereiter der Evolutionstheorie von Charles Darwin und war einer der Universalgelehrten seiner Zeit.

Warum schaltet Google dieses Doodle?

Offiziell ist es der 374. Geburtstag von Nicolas Steno, zu dessen Ehren man dieses Google Doodle schaltet. Der Suchmaschinenbetreiber bringt mit den bunten Doodles Abwechslung auf die eigene Startseite, gibt sich volksnah und informiert über aktuelle Geschehnisse, Anlässe und Ehrentage. Natürlich liegt auch die Vermutung sehr nahe, dass bestimmte Doodles außerhalb der Reihe mit einem kommerziellen Hintergrund geschaltet werden und dass dafür hohe Summen fließen.

Wie kann man das aktuelle Doodle nutzen?

Die Google Doodles sind andererseits von gewaltigem Interesse für Online-Publizisten aller Art, denn wie eingangs schon erwähnt, werden hier die Besucher von der Startseite zielgerichtet in die Suchergebnisse der Suchmaschine geführt. Schafft man es, sein eigenes Angebot an diesem Tag in der Suche zu platzieren, gibt es eine Unmenge an kostenlosen Besuchern. Es ist selbstredend, dass nicht nur Suchmaschinenoptimierer, Blogger und News-Portale an diesem Traffic teilhaben wollen, sondern auch renommierte Online-Medien über das Doodle, oder den jeweiligen Anlass für das Doodle berichten.

Möglichkeiten der universellen Suche

Da die neue universelle Suche von Google die Ergebnisse von mehrereren Teilsuchen in sich vereint, kann man, je nach seinem eigenen Web-Angebot die entsprechende Sparte mit Informationen bestücken.

Einbindung in die Google News

Nachrichtenportale, die in regelmäßigen Abständen Beiträge veröffentlichen und für die Google News freigeschaltet sind, haben in diesem Fall die Möglichkeit, einen Beitrag über Nicolas Steno zu veröffentlichen, der dann mit etwas Glück an prominenter Position in den News oder sogar an vorderster Stelle in der universellen Suche eingeblendet wird, hier der aktuelle Screenshot zur Einblendung des Beitrags von „Der Westen“ auf der Top-Position der Google-Suche:

Der aktuelle News-Beitrag

Wieviel Traffic durch eine über den Tagesverlauf regelmäßig aktualisierte News-Einbindung fließen kann, hat Christian Süllhöfer in seinem ausführlichen Beitrag über das Doodle zum neuen Jahr geschrieben.

Organische Suchergebnisse

Neben der interessanten News-Position an vorderster Front setzen sich die Suchergebnisse natürlich hauptsächlich aus organischen Suchergebnissen zusammen, mit einer vernünftigen Webseitenstruktur, der Beachtung der wichtigsten Ranking-Faktoren, uniquem Contert und natürlich einer guten Verlinkung im Netz hat man eine gute Chance aufgrund des immer wichtiger werdenden Freshness-Faktors einen Beitrag auf die vorderste Seite der Google-Ergebnisse zu platzieren. Neben regelmäßig berichtenden Online-Medien, wie Focus, Der Westen und Welt sind hier bei aktuellen Doodles oftmals Beiträge von Suchmaschinenoptimierern zu finden, wie vom TagSeoBlog oder Seo-United.

Die Bildersuche

Da die Bilder oft zwischen die Ergebnisse der organischen Suche auf Seite 1 eingeblendet werden, ist es lohnenswert, ein Bild zur Suchfolge anzubieten, welches unter gewissen Voraussetzungen innerhalb kurzer Zeit in die Suchergebnisse kommen kann. Natürlich ist es bei Doodles über historische Persönlichkeiten schwierig, an neues Bildmaterial heranzukommen.

Viele Berichterstatter über Doodles nutzen entweder frei verfügbare Bilder oder nutzen den Effekt des sogenannten Hotlinkings. Im Klartext heißt das, sobald ein Doodle freigeschaltet wird und ersichtlich ist, welche Bilder in der eingeblendeten Box erscheinen, wird das frei verfügbare Bild in den eigenen aktuellen Artikel eingebettet, tatsächlich wertet der Suchmaschinenbetreiber diese Bild als neu und verlinkt dann statt zur eigentlichen Bildquelle zum Anbieter des neuen Artikels.

Videos

Auch Videos werden oft in die universelle Suche eingeblendet, sodass hier mit der Bereitstellung eines neuen Videos zum aktuellen Anlass ein bestimmtes Maß an Traffic generiert werden kann, hier ein Beispiel für ein aktuelle erstelltes Video zum Doodle mit einem Maß an Hintergrundwissen und ein paar Bildern:

Monetarisierung des Traffics

Natürlich ist es nur der überschaubare Aufwand, der den einkommenden gestreuten Traffic rechtfertigt. Für die Erstellung von speziellen Bildern, Videos und Artikeln darf nicht zuviel Zeit aufgewendet werden, da ja der Artikel sehr früh geschaltet werden sollte, um sich zunächst zu positionieren und damit dann den Traffic abgreifen zu können.

Die höchste Wahrscheinlichkeit, Nicolas Steno als Vertriebsmitarbeiter zu nutzen und Geld mit dem von Google kommenden Traffic zu verdienen, liegt meiner Ansicht nach in der Schaltung von Werbung. Besucher, die also auf die Seiten kommen, sich über Nicolas Steno informieren und danach im besten Fall die Seite über einen eingebundenen Banner verlassen oder einen Seitenaufruf für die die direkte Vermarktung zu generieren sind gern gesehene Gäste.

Umso besser natürlich, wenn ein paar Leser das eigenen Angebot interessant finden, den RSS-Feed oder den Newsletter abonnieren, Fan auf der Fanseite werden, die Nachricht weiterverbreiten und dann in aller Regelmäßigkeit wiederkehren. Nicht umsonst sind so viele Publizisten bei der Schaltung eines Doodles aktiv!

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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