Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

« | Home | »

Werbung in Blogs – Pro und Contra

Von Bernhard Heß | 30.September 2011

Der heutige Webmasterfriday wirft die Frage „Wie reagiert Ihr auf Werbung in Blogs?“ auf. Dabei geht es in erster Linie nicht darum, welche Werbemöglichkeiten die besten Einnahmen bringen, sondern eher um die Betrachtungsweise aus Sicht des Nutzers. Ist Werbung ein notweniges Übel, ist sie am Ende sogar hilfreich oder kann man aus der Art der verwendeten Werbeanzeigen gar Hintergrundinformationen über Inhalt und Zielgruppe des Blogs ableiten?

Hauptzweck der Werbung

In den meisten Fällen dient Werbung in den Blogs als Mittel zur Finanzierung der laufenden Kosten oder bestenfalls als Quelle des Nebenerwerbs. Nur wenige Blogger schaffen es, das Bloggen als Beruf auszuüben, d.h. durch den Aufbau einer Stammleserschaft und die regelmäßige Veröffentlichung von Neuigkeiten und Informationen zu einem bestimmten Thema so viele Einnahmen über Werbung, Direktvermarktung oder den Verkauf von digitalen Gütern zu generieren, dass das Veröffentlichen von Postings als Haupterwerb angesehen werden kann. Aus Sicht der Blogger dient die eingesetzte Werbung also gleichzeitig als Einnahmequelle und Motivationshilfe, um regelmäßig möglichst hochwertiger Blogpostings zu veröffentlichen.

Werbung aus der Sicht des Nutzers

Als Suchmaschinenoptimierer hinterfrage ich auf einer Internetseite eingesetzen Werbemittel auf einer Seite kritisch, schaue mir die verlinkten URL´s in der Vorschau genau an, klicke niemals auf Werbeanzeigen oder Banner und gehe bei Themen, die per Werbung angepriesen werden und mich interessieren immer den Umweg über die Suchmaschine. Gerne schädige ich auch mal die Konkurrenten meiner eigenen Kunden und Projekte durch den wohldosierten Einsatz von Klicks auf geschaltete Werbeanzeigen, was mir dann ein gutes Gefühl vermittelt. Mir ist bewusst, dass ich mich durch den permanenten Umgang mit dem Medium Internet diesbezüglich verändert habe und kein Standard-Nutzer mehr bin.

Der klassische Nutzer wird da wohl eher ein anderes Verhalten an den Tag legen, da für ihn beim Klick auf Werbung ja keine Vorteile und Nachteile entstehen. Völlig frei und ausschließlich geleitet vom Interesse oder der Suche nach Informationen kann er sich durch die Blogosphäre klicken und sorgt damit im Hintergrund für die Generierung von Werbeeinnahmen, was er aber nicht weiß.

Der Einsatz von Werbung

Mittlerweile ist irgendeine Art von Werbung in fast jedem Blog anzutreffen. Die Varianten, Einsatzmöglichkeiten und Abrechnungsformen sind schier unerschöpflich, sie reichen von verlinkten Wörtern, über Anzeigen- und Bannerwerbung bis hin zur Verlinkung von Bildern und Videos.

Es ist klar, dass die Platzierung der Werbung eine starken Einfluss auf die Nutzung der Werbemittel hat, während die meiste Werbung in der Sidebar verwendet wird, macht sich natürlich der Einsatz eines im Fließtext befindlichen Banners in der Conversion deutlich besser, trotz der Kennzeichnung als Werbung weiß der Standard-Nutzer oft nicht, dass er hier ein Werbemittel klickt, weil ihm durch die thematische Verwandheit zum Blogposting vermittelt wird, dass hier eine weiterführende Information versteckt sein könnte.

Einfluss der Werbung auf das Posting

Natürlich, wägt man Pro & Contra ab, hat man durch den Klick auf ein Werbemittel meist einen Leser des eigenen Postings verloren, jedoch ein paar Cent durch die Werbeeinnahme gewonnen. Der Blogger lässt dem Leser also mit dem Einsatz eines Werbemittels die Wahlmöglichkeit, sich den Beitrag bis zum Ende durchzulesen oder sich umzuorientieren. Als störend werden hier sicher Popups und laute selbst startende Videos empfunden. Meiner Ansicht nach freut sich der Blogger sowohl über das rege Interesse an seinem Artikel, als auch über die Generierung einer kleinen Einnahme. Im besten Fall natürlich einer Kombination davon.

Einfluss der Werbung auf das Unterbewusstsein

Nicht greifbar und doch vorhanden ist der Effekt der Platzierung von Werbung an den klassichen Positionen, die meiner Ansicht nach durch Google geprägt wurden. So ist der zentrale Platz an der obern Position der Webseite und die rechte Seite, also im Blog die Sidebar oft durch den Einsatz von Werbemitteln geprägt, die zwar gar nicht mehr bewusst wahrgenommen werden, aber sich fest im Unterbewusstsein verankern. Dieser Werbeeffekt wird von vielen Firmen zur Bildung von Brands, also der Markenreputation eingesetzt.

Mein Fazit

Der dosierte Einsatz von Werbung gehört heute zum Betreiben eines modernen Blogs. Schließlich gibt man dem Leser damit auch die Möglichkeit, sich bei anderen Anbietern zu informieren. Auch die Refinanzierung von Blogs durch den Einsatz verschiedenster Werbemittel ein nachvollziehbarer Grund für den Einsatz von Werbung in Blogs. Es ist immer darauf zu achten, dass das Verhältnis von Inhalten zu Werbung ausgewogen ist und man nicht ein inhaltsloses Projekt, bestehend ausschließlich aus Werbemitteln zur Verfügung stellt. Für den Leser muss ein Wert im Informationsgehalt des Blogs bestehen.

Und hier noch ein lustiger Werbespot zur Entspannung:

Ein Bookmark setzen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • MySpace
  • Oneview
  • SEOigg
  • Technorati
  • TwitThis

Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

Topics: Aktuelles | 1 Kommentar »

Ein Kommentar to “Werbung in Blogs – Pro und Contra”

  1. Werbung in Blogs - Fluch oder Segen? » Internet-Marketing Beobachter meint:
    30.September 2011 at 16:04

    […] von seografie.de meint das Verhältnis zwischen Werbung und Bloginhalten müsse stimmen. Reine Werbeblogs ohne […]

Kommentare