Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Wie ködert man einen SEO? Links entwerten mit den Webmastertools.

Von Bernhard Heß | 19.Oktober 2012

In den letzten Monaten wurde in der SEO-Blogosphäre in unzähligen Postings heiß diskutiert, ob es nach Pinguin- und Panda-Update an der Zeit wäre, die Linkstrukturen der eigenen Projekte zu überprüfen. Eingetretenen Rankingverluste wären hauptsächlich die Folge eines unnatürlich wirkenden Linkprofils und sollten mit dem Abbau bzw. dem Entwerten von Links wieder ausgeglichen werden können. Und nachdem es viele Jahre lang schwerpunktmäßig um den Aufbau von Verlinkungen ging, beschäftigten sich nun die Beiträge plötzlich mit dem Thema, wie man störende Links filtern und mit möglichst wenig Aufwand entfernen könnte.

Links entwerten mit den Webmastertools

In vielen Bereichen ist es nur schwer oder mit riesigem Aufwand möglich, einmal aufgebaute Links wieder zu entfernen. Mitunter soll es sogar Seitenbetreiber gegeben haben, die spamige Links in rauen Mengen zu Ihren Mitbewerbern aufbauten (Negativ-SEO), um dessen Rankings zu erschüttern und die eigenen Position dadurch zu stärken.

Nachdem Bing vor einiger Zeit vorgelegt und in den Webmastertools die Möglichkeit gegeben hat, verschiedene Links aus der Bewertung auszuschließen, hat Google nun nachgezogen und in den Webmastertools eine Möglichkeit geschaffen, mit der man Links entwerten kann.

Das Thema dieser Woche war die Einführung dieses Tools. Mit dessen Absichten, Handhabung und Möglichkeiten man in unterschiedlichsten Beiträgen wie hier, hier, hier und hier ausführlich und übersichtlich erklärt bekommt – die Serps sind voll mit den unterschiedlichsten Meinungen und Einschätzungen zu Chancen und Risiken, wie man sehen kann:

Ergebnisse zum Thema "Links entwerten"

Suchergebnis: "Links entwerten"

Kurz gesagt ist es möglich, eine Liste als Upload zu erstellen, die unerwünschten Links an den Betreiber der Suchmaschinen meldet und die entsprechenden Links aus dem Algorithmus zur Bewertung der Seite ausschließt. Die Handhabung ist einfach und in den Webmastertools erläutert. Auf einem Video erklärt Matt Cutts die Einzelheiten:

Es wird eindringlich darauf hingewiesen, dass das Tool nur im Notfall eingesetzt werden sollte um Links zu entwerten. Quasi, wenn alle anderen Versuche zur Entfernung des Links gescheitert sind.

Was profitiert Google von diesem Tool?

Natürlich ist Google in erster Linie ein Unternehmen und hegt nicht allein die Absicht, die Suchergebnisse zu bereinigen, um den Nutzer die bestmöglichen und passensten Ergebnisse zu präsentieren. Hinter jeder Neuerung steckt ein wirtschaftlicher Gedanke und es stellt sich die Frage, wie Google von den Upload profitieren kann.

Meiner Meinung ist es durch dieses Tool für Google ganz leicht möglich, den SEO herauszufiltern. Schon allein durch die Nutzung der Upload-Funktion erklärt er, dass er sich mit dem Linkprofil von einer bzw. verschiedenen Seiten beschäftigt und der Meinung ist, dass verschiedene Links für eine Verschlechterung im Ranking sorgen. Im Gegensatz zur breiten Masse von Seitenbetreibern, denen weder die Webmastertools noch Linkbuilding ein Begriff sind, ist hier für den Suchmaschinenriesen erkennbar, bei welchen Seiten (unnatürliche) Veränderungen am Linkprofil entstehen.

Meine Meinung:

Mir scheint, dass Google immer mehr detaillierte Informationen über Webseitenbetreiber und Suchmaschinenoptimierer sammelt, die sich mit der Linkstruktur von Webseiten beschäftigen. So haben viele Webmaster schon ein Zeichnen gesetzt, indem Sie innerhalb kürzester Zeit eine große Masse an Links abgebaut haben und dadurch definitiv im Algorithmus der Suchmaschinenbetreiber auf sich auferksam gemacht haben.

Mit rotem Schirm in der Arktis

Mit der Verwendung des neuen Tools ist es, als stünde man in der Eiswüste der Antarktis und hat einen roten Schirm aufgeklappt. Natürlich wird der SEO damit geködert, dass die eigenen Rankings steigen und der Mitbewerber auf die schwarze Liste beim Suchmaschinenbetreiber kommt, letztlich scheint mir die Verwendung des neuen Hilfsmittels auf längere Sicht eher einem klassischen Eigentor gleichzukommen.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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