Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Conversion Optimierung

Von Bernhard Heß | 10.März 2011

In den Köpfen von Online-Entscheidern ist die Suchmaschinenoptimierung hauptsächlich mit der Steigerung der Besucherzahlen, der Steigerung der Seitenabrufe und der damit verbunden Steigerung der Umsätze verbunden. Letztlich geht es wie in vielen anderen Bereichen nur ums Geld und aktuell haben die meisten Verantwortlichen schon erkannt, dass die Verbesserung der Auffindbarkeit im organischen Suchindex der Suchmaschinen von Google, Bing und Co. langfristig die günstigere Alternative gegenüber der Vermarktung durch die Schaltung von Adwords-Anzeigen oder der Präsenz über Partnerprogramme ist.

Zum den wichtigsten Aufgabenbereichen der festangestellten und dienstleistenden SEO´s gehört die technische Anpassung und Aufbereitung der Webseiten, die Erstellung von Konzepten für die Erweiterung im Content-Bereich und der mindestens genauso wichtige Linkaufbau über Satelliten-Seiten, Linktausch, Pressemeldungen etc.

Während so nach permanenter Erweiterung gestrebt wird und manchmal Unsummen dafür investiert werden, in artverwandten Themenbereichen präsent zu sein, um Besucher über diese Inhalte anzuziehen und für das eigene Angebot zu interessieren, vergessen viele Online-Vermarkter, das eigene Angebot so aufzubereiten, dass dem Kunden vom Moment des Einstiegs in die Webseite klar ist, um was es geht und dass er mit einfachen Schritten durch das Webangebot geführt wird.

Conversion Optimierung ist das Stichwort für diesen Post! Denn viele Shopbetreiber haben bereits eine stattliche Anzahl an Besuchern, die in keinem Verhältnis zu den (nicht vorhandenen) Umsätzen steht. Die Conversion Rate berechnet sich als Kenngröße nach der einfachen Formel:

Conversion Rate = Zielereignis / Basisereignis * 100 [%]

In Worten erklärt heißt das, wenn in einem gewählten Zeitraum von 10 Bestellungen getätigt werden und im selben Zeitraum 2.000 Besucher vorhanden waren, entspricht das einer Conversion Rate von:

10 / 2.000 * 100 = 0,5 %

Die Conversion Optimierung setzt an genau dieser Kennzahl an! Vorhandene Besucher durch eine übersichtliche Navigation zu führen, entscheidende Knotenpunkte hervorzuheben und zum Klick zu animieren, die Texte übersichtlich zu gestalten und schnell zu verdeutlichen, um was es in diesem Onlineauftritt geht ist das Ziel. Dabei ist es während einer durchgeführten Conversion Optimierung oft sogar der Fall, dass die Seitenaufrufe pro Besucher sogar sinken, ohne dass die Umsätze fallen. Das kann ein deutliches Zeichen dafür sein, dass die Veränderung der Nutzerführung sich positiv auswirkt und die Kunden schneller zu einer Conversion kommen.

Wie wird nun eine Conversion-Optimierung durchgeführt?

Natürlich ist es schwierig, allgemeine Worte zu finden, die beschreiben, wie man an diese Thematik herangehen kann. Zu vielfältig sind die Webangebote, die vom klassischen Onlineshop (Conversion = Bestellung), über Versicherungsseiten (Conversion = abgesendetes Anfrageformular) bis hin zu Webangeboten für die Betreiber von Partnerprogrammen (Conversion = Klick auf Werbebanner) reichen. Trotzdem will ich es versuchen, um einen Überblick zu geben, wie man die Conversion der eigenen Seiten analysieren und auswerten und beeinflussen kann.

Aussagekräftige Statistiken sind der wichtigste Baustein im Fundament der Conversion Optimierung, hier sollten mindestens die Anzahl der Besucher erkennbar sein und die Anzahl der gewünschten Conversion. Eine gute Möglichkeit bietet natürlich Google Analytics, hier können nicht nur die Besucher, die Zugriffsquellen und Eintrittsseiten ausgewertet werden, sondern bestimmte Seiten als Ziele definiert, die dann gezählt werden. So kann beispielsweise die „Vielen-Dank-Seite“, die nach der Bestellung in einem Onlineshop meist gezeigt wird als Ziel definiert und ausgewertet werden.

Nachdem die zur Ermittlung der Conversion benötigten Kenngrößen aus der Statistik abgelesen werden können ist es möglich, die eigene Conversion Rate zu ermitteln. Mit der ermittelten Zahl kann man nun das Internet oder Fachzeitschriften durchforsten und sich auf die Suche nach Conversion-Raten von vergleichbaren Webangeboten begeben, hier zwei Webangebote, die sich intensive mit der Thematik beschäftigen:

konversionsKRAFT
– Analysen, Checklisten und Hinweise
conversiondoktor – Blog vom Conversion Doktor Gabriel Beck

Der Online-Experte sieht oftmals auf den ersten Blick grobe Schnitzer, die zum Verlassen der Seite führen und somit die Conversion-Rate klein werden lassen, dazu können unverständliche Texte, nicht hervorgehobene Buttons im nicht-sichtbaren Bereich der aufgerufenen Webseite und für Ablenkung sorgende blinkende Grafiken gehören.

Wichtige Hinweise gibt auch die im Google Analytics integrierte Seitenanalyse, die ein Abbild jeder einzelnen Unterseite und die Verteilung der Klicks auf die dort vorhanden Links zeigt. Oftmals wird hier schon erkennbar, wo das Interesse der Besucher liegt.

Für eine gute Conversion Optimierung ist es meiner Ansicht nach wichtig, nicht zuviele Dinge auf einmal zu verändern. Da die Conversion-Rate eine der wichtigsten Kenngrößen ist, sollte mit Veränderungen sehr behutsam vorgegangen werden. A/B-Testing oder multivariates Testing sollte hier angewendet werden, das heißt, dass immer mehrere Versionen einer Änderung im Live-Betrieb getestet werden und sich dann für die beste Variante entschieden wird.

Sie sind Webmaster und wollen die Conversion Rate Ihres  Online-Angebotes analysieren und gegebenenfalls verbessern? Gerne unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot zur Analyse und Optimierung! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und informieren Sie sich über die Möglichkeiten für Ihr individuelles Webangebot! Wir beraten Sie gerne!
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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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