Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Geld verdienen im Internet

Von Bernhard Heß | 11.Juni 2011

Offenbar wird das Internet von der breiten Masse immer noch als ein teilweise undurchsichtiges Medium betrachtet, mit dessen Verständnis und Kenntnissen das Geld verdienen im Internet zum Kinderspiel wird. Zu dieser irrigen Annahme führen viele verlockende Angebote, dubiose Erfolgsberichte oder die unterschiedlichsten Erfolgsvideos.

Ein paar Möglichkeiten, wie man im Internet Geld verdienen kann, zeigt diese Planetopia-Video aus dem Jahre 2009:

Von den drei getesteten Möglichkeiten gab es nur eine einzelne Variante, die sich wirklich in barer Münze auf dem Konto des Testers niederschlug.

Geld im Internet verdienen – ist das so einfach?

Mit der praktischen Arbeit als  Suchmaschinenoptimierer und Webdesigner kommt man immer wieder mit den unterschiedlichsten Menschen in Berührung, die mit möglichst wenig Aufwand große Mengen an Geld im Internet verdienen wollen. Einer schaut mich sogar jeden morgen beim Rasieren im Spiegel an! :-) Irgendwie ist es ein seltsames Gefühl, mal auszusprechen, was andere nur im Stillen denken und sich dann sofort selbst dazu bewegen, Bescheidenheit zu propagieren, weil sonst das Universum ihre versteckten Wünsche nicht erfüllt. Und im letzten Selbstfindungs-Seminar ist doch deutlich gesagt worden, dass man dem Universum ganz klar seine Wünsche formulieren soll, konkrete und harte Ziele, festgelegte Fristen. Und keinen Gedanken daran verschwenden, dass das nicht klappt.

Irgendwie bin ich abgeglitten: Geld verdienen im Internet – das war das eigentliche Thema.

Meiner Ansicht nach verdienen mit der Nutzung solcher Angebote lediglich die Betreiber dieser Portale Geld, in Form von Provision für die Vermittlung der Dienstleistungen.

Viele Betreiber von Internetseiten verstehen den grundsätzlichen Unterschied zwischen dem reinen Erstellen einer Webseite und der Vermarktung. Eine neu erstellte Webseite bezeichne ich gerne als passive Webseite, so technisch fehlerfrei, so inhaltlich ausführlich und optisch ansprechend sie auch ist, ohne die anschließende Vermarktung werden keine Besucher auf die Seite finden und das Geld verdienen im Internet mit der eigenen Präsentation wird zu einem Fehlschlag. Solche Internetseiten werden lediglich durch Besucher gefunden, wenn die Adresse in der Browserzeile direkt eingegeben wird, mit ein wenig Glück auch noch mit dem Firmennamen in der Suchmaschine. Aber erstens, wer gibt schon Lieschen-Muellers-Naehstube.de in die Browserzeile oder in die Suchleiste ein, wenn er den Laden gar nicht kennt? Und will man den Laden bekannt machen, kommt man wieder zur Vermarktung.

Durch die Unkenntnis vieler Entscheider, deren Intention die Gewinnung von Besuchern und Anfragen über die Internetseite ist kommt es oft zu Missverständnissen zwischen dem Dienstleister für die Erstellung dieser Webseite. Obwohl eigentlich eine aktive Webseite gewünscht ist, wird hier aus Unwissenheit lediglich eine Webseite erstellt, die lediglich eine digitale Visitenkarte ist, im Vergleich mit der realen Welt also ein perfekt eingerichteter Laden mit verschlossener Eingangstür.

Obwohl viele Webdesigner technisch und optisch ansprechende Seiten gestalten können, sind sie selbst dem Irrglauben aufgesessen, dass über den Erfolg dieser Seite letztlich der Zufall oder die Geduld entscheidet.

Wer Geld im Internet verdienen will, muss zunächst die Grundlage schaffen und ein passende Webseite zum Angebot erstellen. Dafür ist ein reiner Webdesigner nur bedingt geeignet, da das grundlegende Verständnis für die Vermarktungsmöglichkeiten auf der virutellen Ebene vorhanden sein muss. Letzlich zählt für den Erfolgt der Internetseite, was für Gewinne damit eingefahren werden und dazu gehört, wieviele Besucher auf die Seite gelangen und mit was für Maßnahmen die Vermarktung betrieben wird.

Die Möglichkeiten für die Bekanntmachung, also die Vermarktung der Internetseiten sind enorm, oft ist es die günstigste Methode, mehrere Marketing-Kanäle zu nutzen. Einerseits sichert man sich damit gegen Ausfälle ab, andererseits werden verschiedene Besucherquellen auch als Ranking-Faktor für die organische Position in Suchmaschinen heran gezogen.

Um Besucher auf die eigenen Internet-Seiten zu bekommen, sollte man sich unter anderem mit Themen wie hochwertigem Content, Linkbuilding, Pressemeldungen, Affiliates, Newsletter, Adsense, Brandbuilding und Bannerschaltung auseinandersetzen. Auch Maßnahmen, die offline durchgeführt werden, können zu Interneterfolgen führen und letztlich dazu, dass man dem großen Ziel Geld verdienen im Internet näher kommt.

Eine der wichtigsten Aufgaben in der Kommunikation mit Firmenchefs und Webdesignern wird es in der Zukunft sein, den Unterschied zwischen aktiven und passiven Seiten zu vermitteln und durch Aufklärungsarbeit rüberzubringen, dass Marketing nicht nur in der realen Welt eine entscheidenen Rolle für den Erfolg spielt, sondern auch in der virtuellen Welt zwingend notwendig ist. Dass diese Maßnahmen sehr zeitaufwendig sind und dementsprechendes Geld kosten, sollte in den nächsten Jahren in jedem Kopf ankommen.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

Topics: Allgemein | 3 Kommentare »

3 Kommentare to “Geld verdienen im Internet”

  1. Hobbygrafikerin meint:
    15.Juni 2011 at 09:01

    Sehr aufschlussreich, vielen Dank. Das ist genau das, was uns auch brennend interessiert und wir versuchen umzusetzen.

  2. Marketinger meint:
    6.Juli 2011 at 07:10

    Das nenne ich einen guten ausführlichen Artikel. Vielen dank dafür!

    Beste Wünsche,

    Ben alias Marketinger

  3. Markus Kohler meint:
    14.März 2013 at 17:08

    Ich habe den Artikel mit großer Aufmerksamkeit gelesen und mir gedacht, hier spricht der Fachmann. Mit so einfachen Worten ist mir selten das Wesen des Onlinemarketings nahe gebracht worden. Vor allen Dingen das Konzept der aktiven und passiven Seiten ist mir zwar bewusst,aber so deutlich hat das noch keiner ausgesprochen.

Kommentare