Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Google Analytics – ein Überblick

Von Bernhard Heß | 22.April 2013

Google Analytics ist ein Web Analytics-Tool von Google, das kostenlos genutzt werden kann, um SEO-Metriken über eine Webseite zu erheben. Durch die Möglichkeiten der Verknüpfung mit anderen Google-Tools wie AdWords oder den Webmaster Tools kann Google Analytics eine Reihe von Kennzahlen auch außerhalb der Spanne eines üblichen Analyse-Tools erheben. Damit gilt Google Analytics als Branchenstandard und empfiehlt sich für den grundlegenden kostenlosen Einsatz, kann aber in der Regel noch keine professionelle SEO-Suite mit ihrem Funktionsumfang ersetzen.

Was kann Google Analytics?

In Google Analytics kann man viele Kern-Metriken über den Traffic auf einer eigenen Webseite ausmessen und übersichtlich darstellen lassen. Zunächst wird ein Tracking-Code in den HTML-Code der Seite eingepflegt, danach beginnt bereits das Tracking. Das Besucherverhalten wird dabei in Echtzeit oder summiert über einen definierbaren Zeitraum gemessen, die Möglichkeiten reichen von den simplen Zugriffszahlen bis hin zum Tracking neuer und wiederkehrender Besucher und des Besucherflusses, also den Klickpfaden. Auch die Besucherquellen analysiert Google Analytics genau und gibt in dieser Rubrik Aufschluss darüber, über welche Keywords die Seite gefunden wurde oder aus welchen sozialen Netzwerken die Besucher stammen. Über eine entsprechende Verknüpfung können auch die Werbekosten durch Google AdWords in die Analyse einfließen. Auch Conversion Tracking lässt sich in Google Analytics realisieren.

Wie wird Google Analytics benutzt?

In Deutschland wurde lange Zeit von Google Analytics abgeraten, da die erhobenen Daten ins Ausland übermittelt wurden, auch wenn es sich nicht um personenbezogene Daten im klassischen Sinne handelte. Inzwischen kann man sich mit einem entsprechenden Vermerk in einer gesonderten Datenschutzerklärung jedoch absichern und braucht auf Google Analytics als kostenloses Web Analytics-Tool nicht zu verzichten. Implementiert wird Google Analytics über einen Tracking-Code, der vor dem schließenden head-Tag in den HTML-Code integriert wird. Das kann auch zusammen mit anderen Codes geschehen, beispielsweise mit der Autorisierung für die Nutzung der Google Webmaster Tools, die eine sinnvolle Erweiterung darstellen. Über Verwaltung > Tracking-Informationen kann man jederzeit den Tracking-Code für die Webseite herausfinden, die man tracken lassen möchte, falls man den Code erneut einbauen muss. Vorgefertigte Standard-Formulierungen für die Einbindung in den Datenschutz-Bereich der Webseite kann man sich ebenfalls aus dem Internet holen. Danach ist man rechtssicher unterwegs und kann kostenlos auf die grundlegenden Web Analytics-Metriken zugreifen, die man für den erfolgreichen alltäglichen Betrieb einer Webseite braucht.

Google Analytics im CMS

Die meisten Content Management-Systeme unterstützen die Anwendung von Google Analytics inzwischen so weit, dass man es über ein Plugin einbinden kann. Dadurch braucht man nicht mehr direkt in den Code zu gehen, sondern kann meist mithilfe der ID tracken lassen. Diese findet man auf dem gleichen Weg wie den Tracking-Code für den direkten Einbau in den HTML-Code der Webseite. Eine solche Integration von Google Analytics in ein CMS hat den Vorteil, dass man den Tracking-Code nicht mehr auf jeder Seite der Webpräsenz einzeln einbinden müsste, sondern eine einmalige Eingabe macht und danach alle Metriken von alleine mit verwertbaren Daten gefüllt werden.

Eigene Inhalte zusammenstellen

In der Rubrik der eigenen Inhalte kann der User Google Analytics sehr individuell konfigurieren und sich das Tool so zusammenstellen, wie er es braucht. In den Dashboards kann man einstellen, welche Metriken man in einem schnellen Überblick präsentiert bekommen will. Die Rubrik Verknüpfungen ist für die Integration sozialer Netzwerke gedacht, die im Web Analytics-Bereich bekanntlich immer wichtiger werden. Zum Schluss gibt es die Radar-Ereignisse, in denen man Ziele definieren kann, über die man laufend zu einem festen Zeitpunkt auf dem Laufenden gehalten wird.

Standardberichte

Weit umfangreicher als der Bereich der eigenen Inhalte sind die Standardberichte, die Google Analytics laufend automatisch erstellt, nachdem der Tracking-Code implementiert wurde. Der Echtzeit-Bericht zeigt an, was gerade auf der Webseite passiert – wie der Name schon sagt, geschieht das in Echtzeit. Weiter geht es mit den Metriken über die Besucher; es handelt sich um die gleichen Datensätze, die man aus anderen Analytics-Suites kennen dürfte. Die Besucher lassen sich auf dieser Basis hinsichtlich ihres Verhaltens analysieren; beispielsweise kann man sie in neue und wiederkehrende Besucher einteilen und auch erkennen, wie oft ein wiederkehrender Besucher die Webseite besucht. Auch die Technik, mit der sie arbeiten, also Browser und Gerät, kann man aus diesen Erhebungen ableiten. Es folgen darauf die Besucherquellen, die anzeigen, für welche Suchbegriffe die Webseite rankt, wie die Anbindung an die sozialen Netzwerke performt und wie sich die Werbung auf die Webseite auswirkt. Verknüpfungen in diesem Bereich sind mit Google AdWords und den Google Webmaster-Tools möglich, aus denen die Daten für die Metriken in Analytics gezogen werden. Auch steht eine Beta-Kostenanalyse zur Verfügung, wenn man dafür die Daten in Form einer Tabelle importieren kann. Im Content-Bereich kann man anschließend eine InPage-Analyse erstellen lassen, die anzeigt, auf welche Elemente die User nach prozentualer Verteilung wie oft geklickt haben. Zudem kann man hier mit der entsprechenden Verknüpfung auch AdSense-Einblendungen tracken lassen und einsehen, wie viel Geld man bereits mit der AdSense-Werbung auf der eigenen Seite verdient hat. Zum Schluss lässt sich in Google Analytics auch zum Conversion Tracking verwenden, wenn dafür die geeigneten Ziele vom User definiert werden. Selbst ein Multichannel-Trichter steht in diesem Bereich zur Verfügung.

Google Analytics und die Verknüpfung

Google Analytics ist deswegen so beliebt, da viele Webmaster auch noch andere Tools von Google für ihre Webseite nutzen und diese direkt verknüpfen können, um Kennzahlen zentral an einem Ort zu sammeln. Das gilt für Google AdWords, Google AdSense und für die Google Webmaster-Tools. Bei AdWords und AdSense reicht es, die Autorisierung für die Verknüpfung über einen einfachen Klickpfad in die Wege zu leiten. Es dauert nur wenige Klicks, schon sind die Konten miteinander verknüpft. Bei größeren, umfangreicheren Projekten allerdings kann es sein, dass an mehreren Stellen eine Verknüpfung durchgeführt werden muss und dass die Aufgabe nicht mit einer einmaligen Einrichtung erledigt ist. Die Google Webmaster-Tools können sich ebenfalls als etwas schwierig erweisen, denn hierfür muss erst ein Code auf der betreffenden Webseite eingetragen werden. Damit soll sichergestellt werden, dass der Webmaster-Tools-User wirklich der Betreiber der Webseite ist oder zumindest Zugriff auf sie hat und sie verwalten darf. Darüber hinaus kann Google Analytics auch mit anderen SEO-Tools verknüpft werden, die die Google-Metriken als Basis verwenden und darüber hinaus noch sehr viel detaillierter und tiefgründiger tracken können. Diese Verknüpfungen sind je nach SEO-Tool aber meist leicht zu realisieren.

Für wen eignet sich Google Analytics?

Da Google Analytics kostenlos zur Verfügung steht, eignet sich das Tracking-Tool zunächst für jeden Betreiber einer Webseite, der auch mit anderen Google-Tools arbeitet und alles gerne zentral an einem Ort verwalten und auswerten will. Viele Webseiten nutzen zum Tracking Google Analytics und werten die erhobenen Zahlen anschließend in einer SEO-Suite aus. Datenschutzrechtlich bedenklich ist Google Analytics seit der Regelung mit dem Datenschutz-Bereich einer Webseite ebenfalls nicht mehr, sodass man sich auch keine Sorgen um eine eventuelle Abmahnung zu machen braucht. Allerdings sollte man sich sofort ab Einbindung des Tracking-Codes um den entsprechenden Passus auf den eigenen Seiten kümmern, da problemlos aus dem Code heraus nachgewiesen werden kann, dass getrackt wird. Auch dann, wenn keine begleitenden Google-Angebote in Anspruch genommen werden, ist Google Analytics eine beliebte Basis-Lösung, da alleine damit schon viele relevante Metriken für die grundlegende Einschätzung, Bewertung und Optimierung einer Webseite erhoben werden können. Gerade für kleine Hobby-Projekte oder Webseiten ohne hohes Budget eignet sich Google Analytics daher auch als alleinige Lösung, ohne dass noch eine begleitende Software zum Monitoring im Einsatz sein muss.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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