Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Google Base – Optimierung vom Datenfeed

Von Bernhard Heß | 24.September 2010

Die Produktsuche von Google ist ein immer mehr an Bedeutung gewinnendes Feature, welches noch längst nicht von allen Shop-Besitzern und Verkaufsplattformen genutzt wird. Während die Google-Base-Produktsuche vor Jahren noch ein Schattendasein von bekannten Produktsuchmaschinen pflegte, hat man durch technische Umstellungen und hervorragende Marketingarbeit an Bedeutung gewonnen und ist mittlerweile mit Abstand die bedeutendste Produktsuche im kostenlosen Bereich.

Die meisten Besucher der Produktsuche von Google rekrutieren sich aus den organischen Suchergebnissen, in denen im Rahmen des Ausbaus der Universal Search von Google zu fast jedem gesuchten Begriff die entsprechenden Shopping-Ergebnisse angezeigt werden.

Natürlich stellt sich sofort die Frage, ob es dem Shopbetreiber möglich ist, die Platzierung der eigenen Shoppingergebnisse in der Produktsuche zu beeinflussen und damit mehr kostenlosen Traffic und natürlich erhöhte Umsätze aus dem Bereich der Suchmaschinen zu ziehen.

Grundsätzlich ist es einfach, die Relevanz der eigenen Produkte zu steigern. Es gilt wie beim organischen Web-Suchergebnis – je mehr einzigartige Informationen und Texte für das Produkt hinterlegt sind, desto höher ist die Relevanz – dementsprechend höher ist es gelistet.

Das ist keine neue und bahnbrechende Erkenntnis, vielmehr mangelt es an der Kenntnis der Produkte der Shopbetreiber oder an der technischen Umsetzung.

Die meisten Shopbetreiber sind Händler, die nur die vorgefertigten Artikelbeschreibungen des Herstellers nutzen und einpflegen. Bei einem Produkt, welches von 100 Onlinehändlern vertrieben wird, die allen den Datenfeed der Google Produktsuche nutzen und dazu die Artikelbeschreibung des Herstellers im Original kopieren und einfügen haben alle diese Datenfeeds die gleiche Relevanz für die Produktsuche. Die Einblendungen erfolgen also nach dem Zufallsprinzip, was nicht ganz korrekt ist, da oftmals andere Shopsysteme, CMS, Templates und Preisgestaltungen verwendet werden und sich die so eingepflegten Artikel geringfügig unterscheiden.

Google selbst gibt an, wie die Relevanz der eigenen Artikel gesteigert werden kann. Natürlich sollte in erster Linie eine individuelle und ausführliche Artikelbeschreibung für jeden Artikel erfolgen, weiterhin ist es sinnvoll, zu den für die Google-Produktsuche benötigten Pflichtfeldern, zu denen Artikelname, Artikelbeschreibung, Image-Link und Preis gehören weitere Attribute anzulegen, die entweder aus vorgegebenen Beispielen gewählt oder selbst definiert werden können.

So kann ein Artikel, beispielsweise eine normale Jeanshose, die mit den Pflichtfeldern (Beschreibung, Preis, Bild-Link und Artikelnummern usw.) hinterlegt ist auch schnell ein attributreicher Artikel werden, es bieten sich als weitere Eigenschaften zum Beispiel: Farbe, Stoff, Herstellerland, Taschenanzahl, Verschluss, Style usw. an.

Gegenüber der herkömmlichen Beschreibung dieser Hose, die von 100 Händlern verwendet wird, hat der Onlineshop-Betreiber ein Höchstmaß an Vorteilen, der eine selbst erstellte Beschreibung verwendet und den Datenfeed mit vielen Attributen anreichert. Das gilt nicht nur für die Produktsuche, sondern auch für das organische Listing der Produkte.

Doch wie kann man den Datenfeed optimieren? Die meisten Shopsysteme verfügen über eine Schnittstelle, also eine Anbindung zu Google über die die notwendigen Daten übergeben werden. Der Shopbetreiber bekommt hier meist gar nicht zu Gesicht, was für Daten übergeben werden.

Bei kleinen Shops mit wenigen Artikeln besteht die Möglichkeit, den Datenfeed als Tabelle herunterzuladen, ihn mit Attributen anzureichern und manuell bei Google einzupflegen. Diese Handarbeit ist aber nur sinnvoll, wenn es ein überschaubares Maß an Artikeln ist und sich das Sortiment nicht ständig ändert. Denn jede Änderung muss händisch eingepflegt werden, auch müssen die Daten im monatlichen Abstand erneut aktualisiert und eingepflegt werden.

Die Optimierung des Datenfeeds für Google Base ist bei größeren Shops von Versandhändlern viel aufwendiger, aber durchaus sinnvoll, da dem einmaligen Zeit- und Kostenaufwand ein hoher Traffic-Strom aus Google Base gegenübersteht, der hochwertige Besucher, also letztlich eine gute Conversion mit sich bringt.

Es ist hier notwendig, schon in der Produktanlage die notwendigen Felder für die Attributeingabe zu schaffen, die dann befüllt und in der Datenbank hinterlegt werden. Nicht ausgefüllte Attribute sind nicht dramatisch, daher sollten bei einem breiten Angebot an Waren lieber zu viele als zu wenige Attribute definiert werden, die durch den Anleger des Produktes dann befüllt werden. Die in der Datenbank geschaffenen Felder müssen mit dem Datenfeed verknüpft werden.

Da der Datenfeed bei größeren Systemen ohnehin täglich oder stündlich übergeben wird, wird jede Entfernung eines neuen Produktes, Anlage eines neuen Produktes, Änderung einer Eigenschaft, Preisumgestaltung usw. automatisiert in die Produktsuche eingepflegt – daher fallen nach der Einrichtung eines datenbankbasierten Feeds keinerlei Zeit und Kosten mehr für die Pflege der Produktsuche an.

Bekannte Versandhändler verzeichneten in den letzten Monaten ein starkes Plus an Traffic und Conversion aus Google Base – auch ohne Optimierung des Datenfeeds. Das ist ein Indiz dafür, dass die Besucherzahlen dieser Produktsuche enorm ansteigen – daher ist es von höchster Priorität, die Google-Produktsuche sinnvoll zu befüllen und optimal für die Generierung von Traffic zu nutzen.

In den letzen 2 Jahren haben sich namhafte SEO-Agenturen auf die Optimierung für Google Base spezialisiert und etabliert, daran kann man das Potenzial dieses Geschäftszweiges erkennen.

Sie sind Versandhändler und Ihre Produkte sind nur unzureichend bei Google Base gelistet? Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot zur Verbesserung der Sichtbarkeit Ihrer Produkte. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und nennen Sie uns die Anzahl Ihrer Produkte und die von Ihnen gewünschte Lösung! Wir beraten Sie gerne!
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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

Topics: Allgemein | 1 Kommentar »

Ein Kommentar to “Google Base – Optimierung vom Datenfeed”

  1. Stefan Maurer meint:
    15.November 2012 at 19:50

    Interessant, man weis es zwar irgendwie, aber es immer mal wieder wichtig darüber zu lesen, dass man selber viele Möglichkeiten hat, sein Ranking zu verbessern.

Kommentare