Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Onlineshop erstellen

Von Bernhard Heß | 8.Februar 2010

In der heutigen Zeit gehört es zum guten Ton und dem äußeren Erscheinungsbild einer Firma, einen aktuellen und zeitgemäßen Internetauftritt zu pflegen. Viele Hersteller und Händler bedenken schon bei der Gestaltung eines Onlineauftrittes, dass  die „Webvisitenkarte“  mit einem Onlineshop verknüpft ist, der für zusätzliche Umsätze aus dem Medium Internet sorgen soll.

Leider ist dabei die Meinung  verbreitet, dass nach der Programmierung eines Onlineshops nur Geduld und viel Glück zu Umsätzen führen können. Doch wie in der realen Welt, gehören auch im Bereich des Internets intensive Arbeit und einige Spezialkenntnisse dazu.

Während große Versandhäuser spezielle, meist auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene spezielle Commerce-Lösungen betreiben, genügt es für den Start, wenn man den eigenen Onlineshop erstellen will, auf eine kostenlose Shopping-Lösung zurückzugreifen. Führender Anbieter mit einem Marktanteil von mehr als 30% ist der XT-Commerce-Shop. Durch die große Verbreitung und eine riesige Community kann man auf den Erfahrungsschatz vieler Anwender zurückgreifen und findet bei Problemen meist schnell zu einer Lösung in Foren oder entsprechenden Blogs.

Vor dem Aufsetzen des Onlineshops sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Vertriebskanäle man nutzen will und auf welche Weise diese einzelnen Marketing-Instrumente mit Daten „befüllt“ und durch das Shopsystem automatisiert werden können.

Im folgende Bild habe ich einmal die wichtigsten Vertriebsmöglichkeiten des Internets zusammengefasst:

Vertriebskanäle

Vertriebskanäle

Ein paar Worte zu den einzelnen kostenpflichtigen Kanälen:

Google Adwords sind bezahlte Werbeanzeigen, die im oberen und rechten Bereich der Suchmaschine Google oder auf Partnerseiten des Netzwerkes geschaltet werden. Bei Klick auf eine Anzeige gelangt der Nutzer auf das Angebot eines Werbetreibenden, dieser muss für den Klick eine Vergütung zahlen.

Partnerprogramme sind das Pendant zu den Google Adwords. In riesigen Contentnetzwerken werden die Anzeigen oder Werbebanner der Werbetreibenden angeboten, die dann über unterschiedliche Vergütungsmodelle (z.B. per Klick, per Lead, per View) Provisionen oder Pauschalen für die Weiterleitung der Besucher entrichten müssen.

Preis- und Produktsuchmaschinen: Hier werden die Artikeldaten und Preise eingebunden und im Rahmen eines Preis- oder Produktvergleiches angeboten. Es existieren die unterschiedlichsten Vergütungsmodelle, wie bei den Partnerprogrammen.

Produktportale:  Diese Portale bedienen sich der Artikel vieler kleiner Anbieter, die dann in suchmaschinenaufbereiteter Form in den natürlichen Suchindex gebeamt werden. Über die große Popularität, die natürliche Suche und viele Werbekanäle gelangen die Besucher auf die Portalseiten – auch hier existieren die unterschiedlichsten Vergütungsmodelle – von der Einstellgebühr bis zur prozentualen Beteiligung am Verkauf.

Für den Newbie sind es zunächst die kostenlosen Vertriebsmöglichkeiten, über die sich der zukünftige Shopbetreiber vor dem Onlineshop erstellen genau informieren muss:

Zunächst muss klar sein, dass der eigene Shop über die natürliche Suche, den Google Index zum wichtigsten Vertriebskanal werden sollte, denn auf lange Sicht gesehen, kann man hier mit dem geringsten Aufwand den größten Nutzen erreichen. Dementsprechend muss in erster Linie darauf geachtet werden, dass die eigenen Artikelbeschreibungen einzigartige Texte sind, die nirgendwo anderes verwendet werden, denn die größte Suchmaschine legt hohen Wert auf einzigartige Texte und sortiert diese entsprechend hoch im Ranking ein.

Da sich die Ergebnisse der Suche im Zuge der Universal Search immer mehr verändern, muss darüber nachgedacht werden, inwieweit man die zugrunde liegenden Quellen, wie Bilder, Blogs, News und Videos mit eigenen Angeboten anreichern kann. Es empfiehlt sich, die eigenen Artikelbilder selbst zu machen und optimal für die Google Bildersuche aufzubereiten – auf ein Bild im Suchergebnis, was den Vorstellungen des Suchenden entspricht wird sehr gern geklickt – schließlich sind wir alle visuelle Typen. Anwendungsvideos können schnell bei Youtube hochgeladen werden, mit den richtigen Vorbereitungen können diese auch im Suchergebnis erscheinen. Bei Neuigkeiten im Sortiment bietet sich Pressemeldungen an, die als Newsergebnisse die Suche verschöneren. Nicht nur für den Dialog mit dem Kunden empfiehlt sich ein Corporate Blog – zu verschiedenen Suchbegriffen können hier die ensprechenden Postings in der Suche erscheinen.

Neben der Versorgung dieser Kanäle mit Material sollte vor dem Onlineshop erstellen auch bedacht werden, dass das verwendete Shopsystem Schnittstellen zu Produktsuchmaschinen, Preissuchmaschinen und Produktportalen unterstützt. Nach einer einmaligen Implementierung können so meist die entsprechenden Kanäle per Knopfdruck mit aktuellen Daten bestückt werden.

XT-Commerce ist nicht umsonst der am meisten verbreitetete Onlineshop, neben einem leicht zu bedienenden Content-Management-System, einem übersichtlichen Backend und allen benötigten Schnittstellen, verfügt dieses Shopsystem auch über viele Erweiterungsmöglichkeiten und eine riesige Gemeinschaft, die zu jedem Problem eine Lösung bereit hält oder findet.

Dem kleinen Anwender ist anzuraten, zunächst die Ziele für den Shop zu definieren, um zur besten Möglichkeit für den eigenen Shop zu kommen. In den meisten Fällen ist eine Open-Source-Lösung ausreichend und zudem beliebig erweiterbar.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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