Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Optimieren für Google Base

Von Bernhard Heß | 16.Juni 2010

Im Rahmen der universellen Suche (Universal Search) werden immer Ergebnisse von Spezialsuchen wie Bilder, Videos, Blogbeiträge, News oder eben Shopping-Ergebnisse eingeblendet. Das Suchergebnis wird damit abwechslungsreich gestaltet und dem Nutzer wird ein breit gestaffeltes Ergebnisfeld angezeigt.

Mittlerweile werden fast zu jeder Anfrage die passenden Produkte ausgewiesen, daher ist es ein absolutes Muss für jeden Shopbetreiber, die kostenlose Produktsuchmaschine von Google mit Daten zu füllen. Die Nutzung dieser Suchmaschine ist kostenfrei, einfach und leicht zu Handhaben, denn die meisten Content-Management-Systeme verfügen über eine eingebaute Schnittstelle zu Google Base, die die entsprechenden Daten per Knopfdruck überträgt und die eigenen Artikel somit hochlädt.

Wie im natürlichen Suchergebnis auch, zeigt Google die relevantesten Produkte an den vordersten Stellen. Doch was macht ein Produkt zum relevanten Produkt? Sind die günstigsten Produkte die besten Produkte?

Nein, denn in dem Maße, in dem einzigartige Inhalte und Links von relevanten Autoritäten für das Ranking in der allgemeinen Google-Suche von Bedeutung sind, spielen für die Produktsuche Detailinformationen die entscheidende Rolle.

Ein Beispiel: Ausgehend von einem Produkt, das der Hersteller mit drei Bildern und einer Artikelbeschreibung an 10 verschiedene Händler übergibt, die diese Beschreibungen und Bilder unverändert übernehmen und per Schnittstelle in die Produktsuche von Google Base übergeben, kann man davon ausgehen, dass alle Produkte in der Produktsuchmaschine die gleiche Relevanz haben und dementsprechend das Produkt eines jeden Händlers bei jeder 10. Einblendung erscheint. Sollte sich ein Händler die Mühe machen, zu diesem Produkt weiterführende Informationen in die Artikelbeschreibung einzufügen, so hebt er sich dadurch von den anderen Anbietern ab, damit ist er für das gleiche Produkt schon in der Relevanz gestiegen.

Um mit Produkten in der Produktsuchmaschine von Google Base gelistet zu werden muss man verstehen, was hinter der Schnittstelle des verwendeten Content-Management-Systems abläuft. Aus den vorhandenen Informationen, die im Shopsystem hinterlegt sind wie Preis, Artikelname, Artikelbeschreibung, Bild-Url usw. werden die für die benötigten Pflichtfelder befüllt. Mit den Pflichtenfeldern ist aber bei gern verwendeten Standardsystemen meist das Ende der Fahnenstange erreicht, da diese Systeme ja nur als Vorlage gedacht sind, die ohnehin noch auf die jeweiligen Nutzer zugeschnitten werden muss.

Die Relevanz für die Produktsuchmaschine kann man mit zusätzlichen Attributen steigern. So können für einen Artikel wie ein Diktiergerät neben der Artikelbezeichung, dem Preis, der Artikelnummer, der Beschreibung und dem Bild noch viele weitere Attribute angelegt werden wie EAN-Nummer, Farbe, Abmessungen, Herstellungsland, Gewicht usw. Das Merchant Center von Google Base gibt eine Aufstellung über Pflichtfelder und mögliche zusätzliche Attribute und lässt auch die Möglichkeit zu, dass eigene Attribute definiert und hochgeladen werden können.

Was gibt es für eine Möglichkeit zusätzliche Attribute einzupflegen? Bei kleinen Shopsystemen mit wenigen Artikeln ist es die gängigste Methode, die Datei manuell herunterzuladen und per Hand mit zusätzlichen Eigenschaften anzureichern. Das kann in einem herkömmlichen XML-Format erfolgen, welches mit Standardprogrammen wie Excel oder Open Office bearbeitet werden kann. Diese Datei kann schließlich über das Merchant Center wieder hochgeladen werden.

In großen Shopsystemen empfiehlt es sich, die Datenbank grundsätzlich mit mehr Eigenschaften anzureichern, die gleich bei der Produktanlage gefüllt werden. Alle Eigenschaften, die dort hinterlegt sind, werden als Attribut definiert und automatisch an die Produktsuche übergeben. Gerade wenn mehr Menschen an einem System arbeiten und Produkte oft gewechselt oder aktualisiert werden empfiehlt sich diese Vorgehensweise. Der einmalige Aufwand dafür ist höher, jedoch hat man am Ende einen aktuellen Datenfeed und mit den zusätzlichen Attributen eine hohe Relevanz für die Produktsuche.

Obwohl das Optimieren für Google Base ein nur etwas irreführender Begriff ist, da sich darunter letztlich nur das Anreichern mit zusätzlichen Daten versteht, ist durch die Einbindung von immer mehr Shopping-Ergebnissen in die Produktsuche ein eigener Markt geworden, auf den sich einige SEO-Agenturen spezialisiert haben, die bei kleinen und größeren Shops die technische Realisierung der Datenanreicherung ins System bringen und damit die Verkaufsergebnisse deutlich steigern können.

Gerade bei großen Shops mit extrem vielen Artikeln können durch kleine Änderungen am System und etwas Fleißarbeit die Zugriffe und Verkaufsergebnisse deutlich gesteigert werden. Damit stehen bei einer fachgerechten Umsetzung einem einmaligen Optimierungsaufwand regelmäßig einkommende Verkäufe gegenüber, für die keinerlei Marketingkosten mehr anfallen.

Somit hat Google durch die Einbindung der Shopping-Ergebnisse wieder mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die einst neben anderen Produktsuchmaschinen ein Schattendasein führende Froogle-Suche hat einen riesigen Sprung nach vorn gemacht, fast jeder Händler ist hier vertreten. Die Nutzer bekommen ein relevanteres Suchergebnis angezeigt und werden bei Kaufinteresse sofort mit den entsprechenden Produkten konfrontiert. Und schließlich bekommt man wieder Daten und Informationen über Produkte, Händler und Shops. Ein genialer Schachzug…

Sie sind Versandhändler und Ihre Produkte sind nur unzureichend bei Google Base gelistet? Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot zur Verbesserung der Sichtbarkeit Ihrer Produkte. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und nennen Sie uns die Anzahl Ihrer Produkte und die von Ihnen gewünschte Lösung! Wir beraten Sie gerne!
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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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