Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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SEO-Berater oder SEO-Dienstleister?

Von Bernhard Heß | 29.März 2011

Für jeden Webseitenbetreiber steht fest, dass er an der technischen und inhaltlichen Aufbereitung seines Angebots für Suchmaschinen nicht vorbei kommt, damit er möglichst viele Besucher aus dem organischen und damit unbezahlten Suchindex zieht.

Die Betreiber von privaten Webseiten wollen zwar möglichst viele Besucher haben, sind aber nicht primär auf die Erzielung von Gewinnen ausgerichtet. Daher wird in diesem Bereich sehr viel experimentiert und im Selbstversuch durchgeführt.

Für die Betreiber von gewerblichen Internetseiten stellt sich schnell die Frage, ob man sich einen SEO-Berater oder einen SEO-Dienstleister zur Unterstützung nimmt.

Wie es der Name schon sagt, der SEO-Berater führt in der Regel hauptsächlich beratende Tätigkeiten aus, den meist relativ hoch angesetzen Stundensätzen steht ein Wissentransfer gegenüber, der es dem technisch versierten und interessierten Webseiten-Betreiber ermöglicht, zukünftige Maßnahmen selbst durchzuführen oder die Beratung an einen dafür zuständigen Mitarbeiter zu delegieren. Einer relativ hohen Erstinvestition steht eine langfristige Kostenersparnis gegenüber.

Der SEO-Dienstleister ist eine ausführende Kraft, für ihn werden niedrigere Stundensätze angesetzt. Er wird für Onpage– und Offpage-Optimierungen bezahlt, wie zum Beispiel die Strukturierung und Überarbeitung des Quelltextes, den Aufbau einer internen Verlinkung, die Optimierung von Bildern, die Anreicherung mit weiteren Inhalten oder das Marketing in Form von Linkbuilding oder Branding. Dem SEO-Dienstleister werden die benötigten Zugänge ausgehändigt, zwar fertigt der seriöse SEO-Dienstleister einen Report über die durchgeführten Maßnahmen an, jedoch ist er nicht verpflichtet, sein Wissen und seine Techniken preis zu geben oder die Mitarbeiter des Kunden zu schulen.

Doch ist für das eigene Webangebot eher der SEO-Berater oder der SEO-Dienstleister geeignet?

Für die Klärung dieser Frage sollte der Webmaster einige Punkte durchgehen, sozusagen eine kleine Checkliste: Welche Ziele sollen durch den Einsatz von SEO erreicht werden? Sind freie zeitliche Kapazitäten und technisches Verständis für Suchmaschinenoptimierung bei mir oder meinem Mitarbeiter vorhanden? Soll Onpage- oder Offpage-Optimierung durchgeführt werden? Werden Programmierkenntnisse benötigt? Was für ein Budget steht zur Verfügung? Wann sollen die Investitionen wieder eingespielt sein? Wieviele Kosten werden durch die Belegung der eigenen zeitlichen Kapaziäten verursacht?

Beim schrittweisen Durchgehen dieser Fragen wird oft klar, dass für die eigene Einarbeitung in SEO höhere Kosten verursacht werden, als die Auslagerung an einen SEO-Dienstleister. Da sich mittlerweile auch viele Dienstleister auf bestimmte Nischen spezialisiert haben, ist es oft der erste und einfache Weg, sich den entsprechenden Dienstleister zu suchen und bei sich einstellen Erfolgen den Kanal SEO weiter auszubauen.

Der Einsatz von einem SEO-Berater empfiehlt sich eher für größere Projekte, bei denen bereits Mitarbeiter für Content-Management, Linkbuilding und Marketing beschäftigt werden. Die Anreicherung des Wissen der Mitarbeiter bedeutet bei richtiger Schulung eine massive langfristige Ersparnis, denn die Beratung über SEO greift in viele Bereiche der Tätigkeiten, zum Beispiel die Strukturierung von Texten, die Wahl der richtigen Überschrift, die Verwendung von Linktexten und -titeln oder die Auswahl der richtigen Link-Partner.

Entscheidend für die Auswahl des richtigen SEO-Beraters oder des SEO-Dienstleisters sind nicht nur die ensprechenden Tages- bzw. Stundensätze, die vorzuweisenden Referenzen und die fachlichen Kenntnisse, sondern auch das Bauchgefühl. Der SEO sollte immer in der Lage sein, dem Kunden die durchgeführten Maßnahmen in einfachen Worten zu erklären und ihn über die Erfolgsaussichten zu informieren. Neben der Transparenz der durchgeführten Maßnahmen sollte immer ein Ist-Zustand vor etwaigen Optimierungen anhand von relevanten SEO-Kennzahlen aufgenommen werden, anhand dessen nach einem festgelegten Zeitraum nachgewiesen werden kann, ob die Maßnahmen von Erfolg gekrönt worden sind.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

Topics: Allgemein | 4 Kommentare »

4 Kommentare to “SEO-Berater oder SEO-Dienstleister?”

  1. gesundheit: Der weichgespülte Rösler (FDP) – Kranke gehören aus dem Gesundheitssystem meint:
    29.März 2011 at 17:40

    […] SEO-Berater oder SEO-Dienstleister? | Suchmaschinenoptimierung und … […]

  2. Weblin Avatar » SEO-Berater oder SEO-Dienstleister? | Suchmaschinenoptimierung und … meint:
    29.März 2011 at 22:36

    […] den Originalbeitrag weiterlesen: SEO-Berater oder SEO-Dienstleister? | Suchmaschinenoptimierung und … Medien zum Thema   Medien by […]

  3. Dennis Spingler » SEO-Berater oder SEO-Dienstleister? meint:
    18.April 2011 at 14:26

    ich denke eine Beratung sollte vor einer Dienstleistung immer durchgeführt werden. Denn SEO ist und wird immer beratungsintensiver 😉

  4. Roger meint:
    13.September 2011 at 08:51

    In der heutigen Zeit ist die Auswahl an SEO Agenturen groß und daher die Wahl einer geeigneten Agentur entsprechend schwer. Leider gibt es immer mehr SEO Dienstleister, die mit günstigen Preisen werben, aber nicht das nötige Wissen haben um eine Webseite dauerhaft erfolgreich zu machen. Am besten wählt man einen SEO Dienstleister, der schon einige Jahre Erfahrung im SEO-Bereich hat und Referenzen vorweisen kann, die man dann überprüfen kann. Zudem sollte man sich einen SEO-Dienstleister in der eigenen Region suchen, denn eine persönliche vor-Ort-Beratung ist empfehlenswert.

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