Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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SEO Tools

Von Bernhard Heß | 21.November 2009

Wer sich für Suchmaschinenoptimierung interessiert und beim Surfen durchs Internet immer einen Blick auf wichtige Kenngrößen der eigenen Wettbewerber, aber natürlich auch von anderen Onlineangeboten werden will, sollte sich angewöhnen, mit dem Firefox-Browser durchs Internet zu bewegen. Für diesen Browser gibt es aufgrund seiner leichten Erweiterbarkeit eine Vielzahl von SEO Tools, sogenannte Add-ons, die es ermöglichen, wichtige Kennzahlen auf den ersten Blick zu sehen, ja sogar im Suchergebnis von Google miteinander zu vergleichen.

Das wohl beliebteste Add-on der SEO Tools ist SeoQuake. Mit dieser Erweiterung wird eine zusätzliche Leiste im Browser eingeblendet, in der folgende Kennzahlen stehen, die mit einem Klick in einem zusätzlichen Fenster aufgerufen werden können:

SeoQuake – Vorstellung und Erklärungen

Info:

Hier werden allgemeine Informationen zur aufgerufenen Hompage gegeben, Titel, Metainformationen und weitere Informationen zur Keyworddichte der Seite und den verwendeten Phrasen.

PR:

Die Pagerank-Anzeige der aufgerufenenen Seite. Der Pagerank ist ein von Google eingeführtes Kriterium zur Bewertung der Relevanz von Webseiten. In SEO-Kreisen gilt er mittlerweile nicht mehr als wichtiges Kriterium und ist schon lange totgesagt.

Google Index:

Hier kann man erkennen, wieviele Seiten der Homepage von Google bereits indexiert wurden. Eine hohe Seitenanzahl spricht für viele Inhalte, gute interne und externe Verlinkung und damit eine Sichtbarkeit für die Suchmaschinen.

Yahoo Links:

Diese Box zeigt die Anzahl der direkten Links auf die aktuell aufgerufene Seite der Internetpräsenz. Direkte Links erhöhen die Relevanz der entsprechenden Seite und deuten auf eine hohe Wichtigkeit hin – eine gut verlinkte Unterseite wird meist hoch im Ranking gelistet.

Yahoo Linkdomain:

Hier wird angezeigt, wieviele Links bei Yahoo gefunden werden, die auf die gesamte Domain zeigen. Neben einzigartigen und hochwertigen Inhalten sind Links von außen ein sehr wichtiges Bewertungskriterium für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen.

Bing Index:

Der Bing Index zeigt an, wieviele Seiten der Domain bei der Suchmaschine Bing indexiert wurden. Vorher wurden an dieser Stelle die bei MSN indexierten Seiten angezeigt, aus der ja bekanntlich Bing mit hervorgegangen ist.

Alexa Rank:

Der Alexa-Rank ist eine absolute Zahl, welche den Traffic auf unterschiedlichen Seiten vergleicht und bewertet. Gezählt werden allerdings nur die Besucher, die die Browsererweiterung „Alexa Sparky“ für Ihren Browser verwenden – und diese werden eben oftmals von Suchmaschinenoptimieren verwendet. Als Richtwert ist diese Kenngröße aber auf jeden Fall zu gebrauchen.

Age:

Das Domainalter ist ein entscheidender Rankingfaktor und ein wichtiger Punkt für die Relevanz einer Homepage – bei alten Seiten wird davon ausgegangen, dass diese Seiten sich lange am Markt gehalten haben, und daher seriös und vertrauenswürdig sind. Alte Domains haben einen höheren Trust bei der Suchmaschinen – daher ist es für diese Seiten leichter, sich in den Suchergebnissen zu platzieren.

Delicious Index:

Der Delicious Index gibt an, wieviele öffentliche Lesezeichen beim Bookmarkdienst Delicious auf die aktuell aufgerufene Webseite gesetzt worden sind. Solche Lesezeichen zeugen von der Wichtigkeit des Inhalt für Nutzer und sind ein gutes Indiz für relevanten Content.

Who is:

In der Who is-Abfrage kommt man zu einer automatisierten Abfrage bei Domaintools und erhält dort Informationen über den Inhaber und Administrator der Seite, sowie Hosting-Details.

Source:

Ein Klick auf Source zeigt den Quelltext der aufgerufenen Homepage – hier erkennt man die Webseite, wie sie von Suchmaschinen eingelesen wird – also ohne grafische Details. Dort kann man gegenenfalls Informationen über die Struktur einer Seite erkennen, das verwendete Contentmanagement oder verwendete Einzelelemente.

Robots:

Die Abfrage der Robots-Datei zeigt, welche Unterseiten der aufgerufenen Homepage vom Seitenbetreiber für Suchmaschinen gesperrt – also nicht indexierbar sind. In der Anzeige der Leiste sieht man, ob eine Robots-Datei angelegt wurde oder nicht. Falls sie vorhanden ist, öffnet sie sich mit einem Klick auf das „yes“.

Sitemap:

Eine Sitemap-Datei ist eine schnelle Kommunikationsmöglichkeit mit Suchmaschinen. Hier werden alle Links der jeweiligen Homepage angezeigt, somit können Suchmaschinen die Seite schnellstmöglich erfassen und crawlen. Die Sitemap-Abfrage stellt fest, ob eine Sitemap-Datei im Hauptverzeichnis der Domain in einem bestimmten Format hinterlegt wurde: www.domain.de/sitemap.xml

SEM-Rush-Rank / SEM-Rush-Price:

Diese beiden Boxen geben Auskunft darüber, ob die verwendete Seite mit Adwords-Kampagnen arbeitet. Hier erfährt man Einzelheiten über die Platzierung der Anzeigen und den Preis der geschalteten Keywords – Achtung – für die Funktion dieser Erweiterung muss man sich kostenpflichtig bei SEM-Rush registrieren!!!

Link:

In diesem Informationsfenster wird zuerst die Anzahl der internen Links der aktuell aufgerufenen Seite gezeigt, als zweite Zahl die Anzahl der externen Links. Bei der Verwendung von „Nofollow“-Links werden die entsprechenden Links als Klammerwerte hinter den internen und externen Links gezeigt. Bei Klick auf die entsprechende Zahl wird eine komplette Liste mit detaillierten Informationen in einem neuen Fenster angezeigt.

Density:

Im letzen Fenster wird die Keyworddichte der aktuell aufgerufenen Seite gelistet. Man erhält hier Informationen zu verwendeten Wörten und Wortgruppen sowie Bookmarks.

Für die Verwendung von SeoQuake gibt es verschiedene Möglichkeiten, unter Extras-SeoQuake-Preferences kann man sich optional eine Vielzahl von weiteren Abfragen in die Listung einfügen. Die aufgezeigten Einstellungen sind die Standard-Einstellungen diese SEO-Tools, alle angebotenen Abfragen kann man sich unter Extras-SeoQuake-Presets-advanced anzeigen lassen.

Die Abfrage in die Google-Suchergebnisse einblenden lassen kann man sich unter: Extras-SeoQuake-Plugins-Google. Hier sieht man die eben erläuterten Kennwerte über jedem Suchergebniss und man kann so die Kennzahlen direkter Mitbewerber miteinander vergleichen. Einfach mal ausprobieren und ein Gefühl für diese Tool bekommen! Für SeoQuake gibt es noch viele weitere Einstellungsmöglichkeiten, es lohnt sich, einfach mal ein wenig auszuprobieren und das Tool für den eigenen Bedarf anzupassen.

Weitere unverzichtbare Add-Ons und SEO-Tools für den Firefox-Browser sind natürlich die Google Toolbar, Alexa Sparky, Search Status und Web Developter, über die demnächst berichtet wird.

Ein Bookmark setzen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • MySpace
  • Oneview
  • SEOigg
  • Technorati
  • TwitThis

Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

Topics: Allgemein | 7 Kommentare »

7 Kommentare to “SEO Tools”

  1. web-newspaper meint:
    4.Dezember 2009 at 15:22

    SeoQuake ist zwar ganz nett, aber das Einzige was mich an diesem Add-on stört ist, dass man bei zu vielen Abfragen von Google „gesperrt“ wird, eine Lösung für dieses Problem habe ich noch nicht gefunden.

  2. Bernhard Heß meint:
    4.Dezember 2009 at 16:50

    Eine Lösungsmöglichkeit für die geschilderte Problematik wäre die folgende:

    Unter: Extras / SeoQuake / Preferences die Voreinstellung „Load parameters“ auf der Registerkarte „seobar“ von „onl load“ auf „on request“ umstellen – dann dürfte es diese Probleme nicht mehr geben…

  3. web-newspaper meint:
    4.Dezember 2009 at 19:11

    Danke für die Information :) Darüber muss ich doch gleich mal einen Blogartikel schreiben 😉

  4. web-newspaper meint:
    16.Januar 2010 at 11:11

    Hat leider nicht funktioniert :(

  5. Sven meint:
    1.September 2010 at 22:38

    Danke für die umfassende Erklärung. Was ist mit „von Google gesperrt“ gemeint?

  6. Bernhard Heß meint:
    2.September 2010 at 10:30

    „Von Google gesperrt“ bedeutet, dass bei einem erhöhtem Aufkommen an Anfragen in einer bestimmten Zeit, die offensichtlich automatisiert erzeugt sein müssen, eine Warnmeldung erscheint und die Google-Suche für diejenige IP-Adresse für einen gewissen Zeitraum nicht möglich ist. Man kann hier entweder warten, bis die Suche von selbst wieder funktioniert oder einen manuellen Sicherheitscode hinterlegen, sodass die Suche wieder freigegeben ist.

  7. web-newspaper meint:
    2.September 2010 at 12:58

    @Sven, Bernhard Heß hat es treffend formuliert 😉

Kommentare