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Taxonomie – Google Produktkategorie als Pflichtfeld in der Produktsuche

Von Bernhard Heß | 23.September 2011

Nach den im Juni kurzfristig angekündigten Änderungen in der Google-Produktsuche muss seit gestern die Google-Produktkategorie als Pflichtfeld im Datenfeed übergeben werden.

Neben dem als Pflichtfeld zu übergebenden, aber ohnehin in den meisten Datenfeeds schon vorhandenem Feld „Bildlink“, dem neuen Attribut „Zusätzlicher Bildlink“ und dem neuen Pflichtfeld „Verfügbarkeit“ ist die zu übergebende Produktkategorie wohl die größte Herausforderung für Shopbetreiber. Problematisch ist, dass die Zeitspanne mit Beginn im Sommer und damit der Urlaubszeit schlecht lag und noch dazu sehr knapp bemessen war. Noch realisierbar für kleine Shops mit einem überschaubaren Artikelangebot – hier können die Änderungen manuell in den Datenfeed eingepflegt werden; großen Aufwand verursachend bei mittleren und großen Shops, die im schlimmsten Fall nicht nur den Datenfeed, sondern auch die eigene Datenbank und Artikelstruktur erweitern mussten.

Was ist die Google-Taxonomie?

Die Taxonomie ist eine Aufgliederung in Kategorien, mit denen die unterschiedlichen Produktgruppen beschrieben werden sollen. Wie eine Baumstruktur verzweigt sich die Taxonomie vom wenigen, sehr allgemein gehaltenen Kategorien bis hin zu spezifischeren Beschreibungen der Produkte.
Durch die Kategorisierung von Produkte soll wohl die Einbettung in ein Themenfeld, also einen entsprechenden Kontext erleichtert werden. Einen Schritt zurücktretend, sieht der Suchmaschinenbetreiber dann in einer losgelösten spezifischen Produktkategorie viele artverwandte Produkte, die beispielsweise als Cross-Selling-Produkte zur Einblendung in der Produktsuche verwendet werden könnten und damit eine weitere Verbesserung der Produktsuche erreichen könnte.

Wie gehe ich für die Sortierung meiner Produkte vor?

Die Google-Taxonomie steht zur freien Verfügung auf den Support-Seiten von Google, hier kann man durch die einzelnen Kategorien blättern oder über die Stichwort-Suche zur jeweiligen Kategorie für das entsprechende Produkt kommen. Zusätzlich gibt es die komplette Taxonomie als Excel-Download.

Das Ganze sieht ungefähr so aus:

Durch Blättern über die kleinen Pfeile von der Hauptkategorie immer spezifischer werdend bis zur passenden Produktgruppe oder eben über die Stichwortsuche muss man nun für jedes zu übergebende Produkt die passende Produktgruppe finden.

Meine Empfehlung ist die Stichwortsuche, bei der sofort alle entsprechenden Produktgruppen ausklappen und die eingebene Buchstabenkombination gelb markiert wird, der folgende Screenshot zeigt das mal für das Beispiel „Hammer“:

Hier wird deutlich, dass man mit dem entsprechend gut gewählten Stichwort schnell zur passenden Kategorisierung kommen kann, im vorliegenden Beispiel wird neben Bohrhämmern, Vorschlaghämmer und Gummihämmer auch noch das Sportgerät Wurfhammer angezeigt, mit einem Klick auf den gewünschten Hammer ändern sich die Angaben in der übergelagerten Zeile, die die Informationen für das Feld im Datenfeed als Text oder als XML in der entsprechenden Codierung übergibt, welche dann per „Copy&Paste“ in den Feed eingepflegt werden kann.

Je nach der Anzahl der Produkte im eigenen Shop ist es natürlich eine enorme Arbeit, die Kategorien für jeden einzelnen Artikel zu hinterlegen, oft hilft das Zusammenfassen und Sortieren des Datenfeeds, um verwandte Produkte (Bsp. unterschiedliche Größen od. Farben) mit derselbsen Produktkategorie versehen zu können. Für große Systeme empfiehlt sich die Anlage eines speziellen Feldes in der Datenbank, damit die Artikel zukünftig mit der entsprechendne Produktkategorie übergeben werden können.

Keine passende Produkt-Kategorie in der Taxonomie?

Für den Fall, dass keine passende Kategorie für Ihre Produkte gefunden werden kann, gibt der Betreiber der Suchmaschine an, die entsprechene Spezifikation einfach selber im eigenen Datenfeed anzulegen und an Google zu übergeben. Dazu folgendes Zitat vom Betreiber:

„Wir aktualisieren die Taxonomie gelegentlich, um auf Händlerfeedback zu reagieren oder detailliertere Produkttypen hinzuzufügen. Wenn Sie eine ältere Version verwenden, können Sie dies auch weiterhin tun.“

Im besten Fall wird also nach einigen Tagen die neu angelegte Produkt-Kategorie auch über die Taxonomie auffindbar sein. Im Fall einer nicht auffindbaren Produktkategorie besteht also nur die Möglichkeit, die eigene Kategorie anzulegen, in der richtigen Formatierung in den Datenfeed zu übertragen und abzuwarten, ob diese Kategorie von Google übernommen und in der Taxonomie eingearbeitet wird.

Und hier ist noch Teil 1 vom Online-Seminar über die Änderungen bei Google Shopping:

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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