Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Webseitenübersetzung und User Experience

Von Bernhard Heß | 25.September 2015

Der folgende Gastbeitrag von Ljubica Negovec gibt einen Überblick über Webseitenübersetzung und User Experience.

 ljubica-negovec

Autorenname: Ljubica Negovec
Position: CEO – Geschäftsführerin

Ljubica Negovec leitet die Übersetzungsagentur ALLESPRACHEN in Graz mit einem zusätzlichen Standort in Wien seit über 20 Jahren. Sie kümmert sich nicht nur um die Kundenakquisition, sondern auch um die technische und sprachliche Entwicklung des Unternehmens.

Webseitenübersetzung und User Experience: Do’s und Don’ts

Wer heute im Internet surft, nach Informationen, Produkten oder Dienstleistungen sucht, hat Ansprüche – und zwar hohe. Es geht nicht nur darum passiv zu konsumieren, sondern tatsächlich zu interagieren. Das stellt moderne Webdesigner, SEO-Spezialisten und die sogenannten UX-Designer (wobei UX für User Experience steht) vor große Aufgaben. Wenn dann auch noch Übersetzungen dazu kommen, wird der „richtige Weg“ immer schwerer zu erkennen.

Kleiner Exkurs: Was User Experience bedeutet…

Unter User Experience versteht man das Benutzererlebnis der Besucher einer Webseite (oder auch einer App). Je besser die UX, desto eher erfolgt eine Conversion – im Grunde genommen eine ganz einfache Rechnung. Die Frage ist nur: Wie wird eine optimale User Experience geschaffen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich das UX Design. Ausgehend vom bisherigen Verhalten der Besucher und den Kennzahlen, die sich beispielsweise über Google Analytics einsehen lassen, werden entsprechende Maßnahmen ergriffen, um die Webseite zu optimieren. Wichtige Fragen sind dabei:

Vor allem die letzte Frage gibt einen entscheidenden Hinweis: Die UX ist kein in sich geschlossener Aufgabenkreis. Sie hat auf viele andere Bereiche entscheidende Auswirkungen. Die Suchmaschinenoptimierung ist einer davon.

…und welche Auswirkungen sie auf die SEO hat

Werden all die oben genannten Fragen mit einem klaren Ja beantwortet, so kann die positive UX gleichzeitig positive Auswirkung auf die SEO-Strategie beziehungsweise das Ranking der Webseite haben. Google wertet die Usersignale aus und „sortiert“ darauf basierend die Ergebnisse. Entscheidende Faktoren sind hier, beispielsweise:

  1. 1.       Die Bounce Rate: Steigt der Nutzer direkt nach der ersten angeklickten Seite wieder aus, ist das ein Zeichen dafür, dass er nicht gefunden hat, was er sucht. Ein schlechtes Signal für Google – die Webseite scheint nicht themenrelevant.
  2. 2.       Die Verweildauer: Je länger sich der Besucher auf der Webseite aufhält, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er gefunden hat, was er sucht – auch ein Rückschluss auf die Qualität der Inhalte ist so möglich. Je höher die Verweildauer, desto besser bewertet Google die Webseite.

Wie Übersetzungen zum UX Design (und zur SEO) passen

UX Design oder auch SEO – es läuft immer darauf hinaus, neben einer intuitiven Bedienung, relevanten und hochwertigen Content zu bieten. Im Falle von Übersetzungen ist das jedoch besonders schwer, denn nun müssen die oben genannten Punkte auch noch in einer fremden Sprache berücksichtigt werden.

Damit wird schnell klar: Es ist schier unmöglich, das Vorhaben auf eigene Faust zu realisieren. Viel mehr ist ein professioneller Übersetzer notwendig, der alle „Do’s“ umsetzt und die „Don’ts“ vermeidet. Was genau dabei wichtig ist:

 

Regel #1: Auf maschinelle Übersetzungen verzichten

Der wohl größte Fehler, den Unternehmer machen können, ist die Inanspruchnahme der Dienste von Google Translate und anderen maschinellen Übersetzern – einfach, weil ihr „Können“ begrenzt ist. Werden Texte in den Übersetzer geladen, ist das Ergebnis alles andere als professionell. Neben grammatikalischen Fehlern, findet das Auge des Lesers merkwürdige Formulierungen, in diesem Zusammenhang falsche Übersetzungen von Wörtern und ein Lesefluss, der schlichtweg nicht existent ist.

Das Ergebnis, das dem Besucher hier präsentiert wird ist von einer positiven User Experience sehr weit entfernt. Der Leser mag zwar schmunzeln können, wird jedoch ganz sicher nicht Vertrauen in das Unternehmen aufbauen, geschweige denn, sich lange auf der Webseite aufhalten. Mit maschinellen Übersetzungen zerstören Unternehmer demnach sowohl die UX als die SEO-Anstrengungen.

 

Regel #2: Kulturelle und lokale Unterschiede in der Übersetzung berücksichtigen

Wagt ein Unternehmen den Schritt ins Ausland steht es nicht nur vor sprachlichen Hürden. Auch die kulturellen Unterschiede können ein Problem sein – und zwar nicht nur im direkten Gespräch mit Kunden und Partnern, sondern auch bei den Übersetzungen. Zahlreiche Fettnäpfchen warten hier auf denjenigen, der sich mit der Kultur nicht auseinandersetzt.

Auch aus diesem Grund sind professionelle Übersetzungsbüros, die Muttersprachler beschäftigen, die beste Wahl: Ob Slang, Dialekte oder die besondere Aussprache von Wörtern – sie wissen, welche Punkte zu beachten sind.

Eine Übersetzung, die keine Rücksicht auf diese Dinge nimmt, verschlechtert die User Experience ungemein. Schnell schleicht sich das Gefühl ein, dass das Unternehmen, das hinter der Webseite steht, nur wenig von den Gepflogenheiten des Landes versteht. Ein Abbruch des Besuchs ist die Folge.

 

Regel #3: Nur Profi-Übersetzungen machen Google glücklich

Genauso, wie die (menschlichen) Leser hochwertige Übersetzungen erwarten, ist auch Google nur für Perfektion zu haben. Je höher der Anspruch des Unternehmers an die Übersetzungen, desto eher wird er dafür auch von Google belohnt, denn wie bereits erwähnt: Eine positive User Experience wirkt sich auch auf das Ranking aus. Diese Wechselwirkung zwischen professionellen Übersetzungen, UX und SEO ist beim Schritt ins Ausland entscheidend.

 Fazit:

Ganz sicher ist der Aufwand von professionellen Übersetzungen, die dank Berücksichtigung kultureller Besonderheiten besonders authentisch sind, sehr groß. Allerdings sind die Auswirkungen auf die User Experience und die SEO-Bemühungen eindeutig spürbar – sowohl der Leser, als auch Google danken für die hochwertigen Texte. Es folgen geringere Bouncerates, eine höherer Verweildauer und letztendlich bessere Rankings.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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