Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

« | Home | »

MyFonts – das Tool zur Schrifterkennung

Von Bernhard Heß | 13.Juli 2011

In der täglichen Praxis kommt es bei der Erstellung von Webseiten oft vor, dass man von Kunden ein Bild mit einem bestimmten Schrifttyp vorgelegt oder einen Link zugeschickt bekommt, auf dem ein bestimmter Schrifttyp zu sehen ist, der den persönlichen Geschmack des Kunden trifft und auf der eigenen Seite umgesetzt werden soll.

Bei tausenden bekannten Schriftarten, die sich manchmal nur in feinen Nuancen unterscheiden, kann man als Nichtstudierter der Typografie natürlich nur die gängigsten Schriften, wie Times New Roman oder Arial erkennen. Oftmals sucht man dann nach dem passenden Schrifttyp. Der häufigste Weg ist es, die Schrift im eigenen Textprogramm einzugeben und sich über Ausprobieren dem jeweiligen Schrifttypen anzunähern.

Mit dem Tool zur Schrifterkennung von MyFonts ist es möglich, viel Zeit zu sparen, indem man einfach eine Grafik, z.B. ein Screenshot von der gewünschten Schrift hochlädt und die Schrifterkennung automatisiert laufen lässt.

Das Tool findet man unter folgendem Link und es sieht so aus:

Der einfachste und praktikabelste Weg ist es, den Schriftzug zu isolieren, dass heißt Hintergründe und Ränder abzuschneiden und unterschiedlich hohe Buchstaben anzugleichen. Desweiteren sollten solche Buchstaben ausgewählt werden, die charakteristisch für diese Schrift sind. Die Buchstaben sollten eine Höhe von über 100 Pixeln haben, um bestmöglich identifiziert werden zu können. Dass die Buchstaben aufrecht stehen (also nicht kursiv) sein sollten und Abstände zwischen den einzelnen Buchstaben sein müssen versteht sich von selbst.

Für das Testens des MyFonts – Tools zur Schrifterkennung habe ich den Google Schriftzug von der Startseite isoliert:

Der Google Schriftzug der Startseite

In „Upload a File“ wird die Datei mit dem Google-Schriftzug hochgeladen und es ergibt sich nach dem Klick auf den grünen „Continue-Pfeil“ nach kurzer Rechenzeit das folgende Bild:

MyFonts - Schrifterkennung

Hier ist zu erkennen, dass das MyFonts Tool zur Schrifterkennung alle Buchstaben bis auf das gelbe „o“ erkannt und aus dem Schriftzug heraus isoliert hat. Unter dem gelben „o“ kann man nun noch per Hand den fehlenden Buchstaben eingeben und im nächsten Schritt die Ergebnisse der Schrifterkennung abrufen. Dazu führt wieder der Klick auf den gründen „Continue-Pfeil“:

Das Ergebnis von der Schrifterkennung

Im Ergebnis vom Tool für die Schrifterkennung steht an erster Stelle der Schrifttyp „Catull“. Somit bleibt festzustellen, dass die Google eigenen Schrift anhand von 6 Buchstaben zweifelsfrei erkannt worden ist. In diesem wie auch in vielen anderen Fällen ist es so, dass diese Schriften nicht verwendet werden dürfen, jedoch werden weitere ähnliche Schriften angezeigt, die oft vom Laien gar nicht von der eigentlichen Schrift unterschieden werden können.

Das Tool zur Schrifterkennung von MyFonts ist eine feine Sache, um schnelle Ergebnisse bei der Suche nach bestimmten Schrifttypen zu erzielen und ist gut geeignet für Webdesigner, Bildbearbeiter und alle anderen Leute, die sich für Schrift und Gestaltung interessieren.

Ein Bookmark setzen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • MySpace
  • Oneview
  • SEOigg
  • Technorati
  • TwitThis

Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

Topics: Internetfundstücke | 4 Kommentare »

4 Kommentare to “MyFonts – das Tool zur Schrifterkennung”

  1. Veo meint:
    2.Januar 2013 at 17:04

    Hat bei mir mit der einfachsten Schrift (Arial) überhaupt nicht funktioniert. Hat mir Schriftarten vorgeschlagen, die nichtmal im entferntesten gepasst haben.

  2. Bernhard Heß meint:
    2.Januar 2013 at 20:05

    Schwer zu sagen, woran es gelegen haben kann – die Schrifterkennung funktioniert sehr zuverlässig. Wichtig ist, dass der Hintergrund einfarbig ist und dass hochgeladene Bild nicht zu klein ist!

  3. Franz meint:
    1.April 2013 at 18:33

    Bei mir hat’s auch überhaupt nicht funktioniert.
    Hab ein Word-Dokument eröffnet.
    Mit Times New Roman 12px hab ich dann einen
    kurzen Testtext geschrieben.
    Mit SnagIt ausgeschnitten und als jpg abgespeichert.

    Hab dann dieses Bild hochgeladen. Danach hat er zwar alle Buchstaben richtig erkannt. Dies hab ich
    mit zeichenweiser Übereinstimmung dann nochmals
    eingegeben.
    Dann den grünen Pfeil gedrückt. Ergebnis war:

    5 Übereinstimmungen:

    Abby
    Abby Bold
    Abby Split
    Abby Etched
    Alons Antique-Regular

    Das sind iregenwelche gotisch anmutenden Schriftarten, haben aber mit TimesNewRoman aber
    nicht die geringste Ähnlichkeit.

    Kannst ja denn Test mit TimesNewRoman 12px aus
    Word nachmachen, dann wirst auch sehen, dass dieses Tool gar keine Wert darauf legt, die
    richtige Schrift zu finden. Sie wollen ja was
    verkaufen und nicht was zeigen, was es schon
    gratis gibt!

    Legaler Betrug, würd ich mal sagen!

  4. Bernhard Heß meint:
    1.April 2013 at 18:40

    Hallo Franz,

    danke für den Hinweis! Das habe ich gestern erst selbst wieder schmerzlich feststellen müssen.

    In letzter Zeit wurde dort etwas geändert. Während früher die Schrifterkennung zuverlässig funktioniert hat und die kostenlosen Schriften immer mit aufgelistet wurden, erscheinen heute nur noch kostenpflichtige Schriftsätze.

    Offenbar ist die Kommerzialisierung auch hier angekommen… Warum was Kostenloses anbieten, wenn man was damit verdienen kann? :-)

    Gruß nach Österreich!

Kommentare