Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Delisting

Von Bernhard Heß | 20.Juli 2011

Das Delisting ist das Entfernen einer Webseite samt URL aus dem Suchmaschinenindex. Es kann vom Webseitenbetreiber selbst vorgenommen werden oder durch die Suchmaschine aufgrund illegaler Inhalte oder Praktiken (Spam, Linkbomben) der Webseite vorgenommen werden.

Eigenes Delisting

Es gibt Gründe, warum ein Webmaster selbst seine Webseite aus dem Netz nehmen möchte, nicht nur weil sie nicht mehr aktuell ist, sondern bisweilen, weil versehentlich vertrauliche Informationen offengelegt wurden. Hierzu gibt es ein Tool innerhalb der Google Webmaster-Tools, das nur vom Inhaber oder Webmaster der Seite genutzt werden kann, es erfordert die Anmeldung über ein Google-Konto. Eine fremde Person kann also nicht eine Webseite löschen. Im Dashboard wird auf Website-Konfiguration der Crawler-Zugriff bedient, wo „URL entfernen“ und „Neuer Antrag – Entfernen“ angeben wird. Das genaue Vorgehen wird in den Webmastertools für angemeldete Nutzer erklärt. Auch für das Nicht-Verfolgen, Nicht-Crawlen und Nicht-Indexieren gibt es Tools.

Das Delisting durch Google

Dieses erfolgt, weil die Webseite gegen Richtlinien von Google verstößt. Die schwersten Verstöße sind die gegen geltende Gesetze wie Pädophilie, Pornografie, Waffen- und Drogenhandel und weitere Straftaten. Nun wird gefragt, weshalb es dann entsprechende Diskussionen um diese Seiten im Netz gibt, die doch existieren. Es sitzt natürlich niemand bei Google und überwacht Milliarden Webseiten, das ist unmöglich. Es muss das Delisting durch Personen, die auf die entsprechenden Seiten aufmerksam werden, beantragt werden. Die Behörden führen ständig solche Kontrollen durch, das Delisting durch Goolge erfolgt auch, die Seitenbetreiber weichen auf neue URLs aus. Natürlich kontrolliert Google auch mit seinen Robots selbst, allein mit bestimmten Suchalgorithmen. Dabei werden nicht nur Seiten delistet, die gegen amerikanisches und internationales Recht verstoßen, sondern auch diejenigen, die gegen die geltenden Google-Richtlinien verstoßen. Diese verbieten Spam, das Einrichten von Linkfarmen, massenhaften kommerziellen Linktausch und natürlich alles, was die Netzsicherheit beeinträchtigt. Bevor gegen solche Seiten die schwerste Strafe des Delistings verhängt wird – die Google auch begründet – gibt es schrittweise Strafen (Penalties) wie Herabstufen des Pageranks oder auch Keyword-Zurückstufungen, bei denen einzelne Keywords der Seite an Gewicht verlieren. Seitenbetreiber, die Tendenzen des Vorgehens gegen ihre Seite feststellen, können in den Webmastertools ihre Seite überprüfen lassen, um zu kontrollieren, ob sie den Richtlinien entspricht.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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