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Dialer

Von Bernhard Heß | 28.Juni 2011

In heutiger Zeit spielen Dialer im Computerbereich kaum noch eine Rolle. Diese Einwählprogramme wurden früher bei den ersten Internetverbindungen über das analoge Telefonnetz oder das ISDN-Netz genutzt. Dialer konnten hierüber Verbindungen zu anderen Netzwerken aufbauen. Bekannt wurde der Begriff Dialer im Zusammenhang mit vielen Missbrauchsfällen, da unbemerkt Einwählprogramme mit den teuren kostenpflichtigen Einwahlnummern 0190 oder 0900 auf den heimischen Rechnern eingeschleust wurden und den Nutzern hierdurch enorme Kosten entstanden. Diese Mehrwertdienste nutzen Sicherheitslücken im Betriebssystem und im Internetexplorer, um hierüber Verbindungen zu ihren Computern aufbauen zu können.

Viele Betriebssysteme beinhalten bereits ein Einwahlprogramm nach dem PPP-Protokoll. Allgemein ist es als DFÜ-Netzwerk bekannt. Ursprünglich hat ein Einwahlprogramm hier die Aufgabe, über eine analoge Telefonverbindung eine Internetverbindung aufzubauen. Der erste Dialer wurde von Toni Saretzki erfunden. Hierüber wurden seriöse Abrufdienste zur Verfügung gestellt und deren Wert über die normale Telefonrechnung abgerechnet. So gehörten Wettervorhersagen und Sportergebnisse zu den ersten seriösen Abrufdiensten. Erst danach wurden die unseriösen Anbieter als sogenannte 0190- und 0900-Dialer bekannt. In der Anfangszeit wurden die erhobenen Gebühren dem Benutzer nicht einmal angezeigt. So tappten viele Unwissende in diese teure Kostenfalle, ohne es überhaupt zu bemerken.

DSL-Nutzer sind diesbezüglich auf der sicheren Seite. Eine Einwahl, wie bei einem analogen Telefonnetz, ist über ein DSL-Netz nicht möglich. Von daher lassen sich hier keine Gebühren abrechnen. Die seinerzeit wie die Computerviren häufig eingeschleusten Dialer konnten einem DSL-Nutzer fortan keinen Schaden mehr zufügen. Nach wie vor ist das Einwählen über eine Telefonverbindung technische Voraussetzung für das Abrechnen der 0190er und 0900er Nummern. Theoretisch ist es möglich, über ein VoIP-Netz eine Verbindung zu einem Mehrwertdienst aufzubauen. Hier muss der Nutzer bewusst eine solche Nummer wählen. Bei der Nutzung von Mobilfunktelefonen sieht dies schon anders aus. Hier gibt es nach wie vor teure SMS-Dienste, die ähnlich wie die Mehrwertdienste ihre Kosten über die Telefonrechnung abrechnen.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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