Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung

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Google Bombe

Von Bernhard Heß | 11.August 2011

Der Begriff Google Bomb – zu Deutsch Google-Bombe – steht für Wörter oder Phrasen, die als Suchbegriffe bei Google eingegeben werden können, um zur Manipulation der Google Ergebnisliste zu führen, indem sie auf Seiten verweisen, auf denen sie nicht enthalten sind. Es liegt daran, dass diese Keywords bewusst und methodisch als Ankertexte eingesetzt werden. Ankertexte verwendet Google im Suchalgorithmus, um nach entsprechenden Linktexten – die Texte, die an den Links zu Webseiten geankert sind – zu suchen.

Durch Ankertexte mehr Backlinks und ein besseres Ranking zu erreichen, ist das legitime Ziel der SEO Experten. Dagegen geht es bei dem Einsatz von Google Bomben als Ankertexte nicht um legale SEO Ziele. Denen, die Google-Bomben einsetzen, geht es darum, weltweit bekannte Personen (wie Politiker), etablierte Marken oder Institutionen (wie Parteien) systematisch mit verunglimpfenden Schlagzeilen in Zusammenhang zu bringen. Zu den bekanntesten Opfern von Google-Bomben gehören zum Beispiel George W. Bush und B. Obama, A. Merkel und N. Sarkozy.

Bei der zielgerechten Verwendung von Google-Bomben handelt es sich demnach um einen planmäßigen und ganz genau durchdachten Missbrauch der an sich legitimen Google Methode, Ankertexte zu benutzen. Die dadurch erzielten Google Suchergebnisse sind das Resultat von bösartigen Manipulationen des Google Verfahrens. Aber auch für die Suchenden haben die Google-Bomben den Nachteil, dass sie auf Seiten geführt werden, auf denen die gesuchten und für sie relevanten Wörter oder Phrasen gar nicht zu finden sind.

Am schlimmsten ist es, wenn die Google Suche nach schmähenden Parolen oder abqualifizierenden Slogans als Keywords auf offiziellen Webseiten (von Regierungen oder Firmen) hinweist, die mit diesen nichts zu tun haben. Da Google-Bomben benutzt werden, um das Image von einzelnen prominenten Personen, sowie von bekannten Institutionen zu schädigen, üben sie Kritik und leisten den entsprechenden Druck auf Google. Um Google-Bomben zu „entschärfen“, muss Google gegebenenfalls den Filteralgorithmus anpassen und Updates durchführen.

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Autor des Artikels: Bernhard Heß



Bernhard Heß ist selbstständiger Suchmaschinenoptimierer und bloggt über Aktuelles, Trends und Veränderungen rund um SEO. Mehr Informationen auch bei Google+, Twitter und bei Facebook.

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